Authentifikation per Stimme - Apple sichert sich Patent für Voice ID
Neben Touch ID und Face ID könnte Apple bei zukünftigen iPhones eine weitere Möglichkeit zur Authentifizierung einführen: Ein aktueller Patentantrag beschreibt wie ein Gerät via Stimmerkennung entsperrt werden kann.

Vor fünf Jahren präsentierte Apple Touch ID. Über einen Sensor im Home Button war es möglich, sein iPhone oder iPad mit dem Fingerabdruck zu entsperren. Die Technik findet mittlerweile in zehn verschiedenen iPhone-Modellen und sechs iPads Verwendung. Mit dem iPhone X erweiterte der Konzern sein Portfolio von Entsperrungstechniken und setzte auf das Gesicht des Nutzers als Schlüssel.
Jetzt ist auf der Webseite des amerikanischen Patentamts eine Anmeldung von Apple aufgetaucht die eine weitere Methode zur Entsperrung eines iPhones oder iPads zeigt: Das Patent mit dem Titel "Device access using voice authentication" beschreibt wie man per Spracheingabe Zugriff auf ein Gerät erhält ohne den Code eingeben zu müssen. Stattdessen wird die Stimme mit einem gespeicherten "Voiceprint" verglichen und geprüft ob es sich um den Besitzer des Geräts handelt.


Das neue Identifikationsverfahren eignet sich laut der Patentschrift ideal um zusammen mit Siri zum Einsatz kommen: Der gesprochene Siri-Kurzbefehl kann genutzt werden um zu prüfen ob es sich um den rechtmäßigen Besitzer handelt. Falls dem so ist kann Siri einen Befehl ausführen für den man im Moment noch manuell den Gerätecode eingeben muss.
Verwendet man Siri zum Beispiel im Sperrbildschirm kann der Sprachassistent viele Befehle erst umsetzen wenn das Telefon entsperrt ist. Mit Voice ID wäre es möglich den Nutzer bereits am Stimmmuster des gesprochenen Befehls zu identifizieren und für Befehle wie "Öffne die Einstellungen" oder "Zeig mir meine Fotos" wäre keine separate Codeeingabe erforderlich.
Wie bei allen Patentanmeldungen von Apple ist es auch bei Voice ID nicht sicher ob die Stimmerkennung in kommenden Apple-Geräten verwendet wird oder in einer Schublade verschwindet. Sinnvoll wäre die Authentifizierung per Stimme bei allen Geräten die Siri unterstützen, wobei die Technik auch ohne Apple's Sprachassistenten genutzt werden könnte.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apple.

Apple plant massiven Produktstau für den Herbst 2026
Laut Lieferkettenberichten bringt Apple im kommenden Herbst mehr als fünfzehn neue Geräte auf den Markt. Das Spektrum reicht vom ersten faltbaren iPhone bis hin zu vernetzten Smart-Home-Lösungen.

Apple preist Macs und iPads teurer – Analysten bleiben ruhig
Apple hat am 25. Juni 2026 Preiserhöhungen für Teile des Mac- und iPad-Sortiments bekanntgegeben. Die Aktie reagierte mit einem deutlichen Kursverlust von 4,8 Prozent, doch Analysten von Evercore ISI und Wedbush sehen die Maßnahme als notwendigen Schutz der Gewinnmarge.

Apple erhöht deutlich die Preise für fast alle Hardware-Produkte
Apple hat die Preise für nahezu das gesamte Hardwaresortiment angehoben, mit einer bemerkenswerten Ausnahme: Das aktuelle iPhone bleibt verschont. Die Mehrkosten reichen von 30 bis 500 Euro.

Apple hat Entwicklung des iPhone Ultra 2 freigegeben
Apple hat die Projektentwicklung für das zweite klappbare iPhone offiziell freigegeben. Der Marktstart ist für Herbst 2027 geplant, während die Air-Serie noch vom Erfolg des Vorgängers abhängt.

iPhone 18 Pro: Analysten sehen nur moderate Preiserhöhung
Tim Cook hatte vor deutlichen Preissprüngen gewarnt, doch J.P. Morgan dämpft die Ängste: Dank eines eigenen Modems bleibt der Aufschlag für das iPhone 18 Pro moderat.

Bob Iger bestätigt: Apple und Disney diskutierten einst eine Fusion
Ehemaliger Disney-CEO Bob Iger räumt in einem Financial Times-Portrait ein, dass sein Unternehmen einst über eine Zusammenlegung mit Apple verhandelte. Der Deal scheiterte am mangelnden Interesse aus Cupertino.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.