Bericht aus der Lieferkette: Apple kürzt iPhone-Bestellungen zum zweiten Mal
Apple verkauft im Moment anscheinend weniger iPhones als eingeplant wurden. Laut Berichten aus der Lieferkette hat der Konzern jetzt zum zweiten Mal seine Bestellungen gekürzt, was die Zulieferer teils in Probleme bringt.

Von der aktuellen iPhone-Generation scheinen weiterhin weniger Geräte verkauft zu werden als Apple kalkuliert hat. Nach der Börsen-Rallye der letzten Tage mit Microsoft, in welcher der Windows-Entwickler kurzzeitig den Börsenwert von Apple überflügelte, hat Apple die Lieferaufträge bei seinen Zulieferern erneut beschnitten.
Konkret betroffen von der Minderung der Aufträge sind laut DigiTimes das iPhone XR und das iPhone XS. Die Auftragskürzungen erreichen demnach mittlerweile ein Niveau, das Apple's Zulieferer in Bedrängnis bringt. Largan Precision zum Beispiel fertigt iPhone-Kameraobjektive und vermeldete für Oktober und November Umsatzeinbußen. Ein weiteres Zulieferunternehmen das von den Kürzungen getroffen wurde, ist Career Technology. Der Hersteller von flexiblen Leiterplatten musste 110 Mitarbeiter wieder entlassen die extra für die ursprünglichen Bestellungen von Apple eingestellt wurden. Akut betroffen ist auch ein weiteres, namentlich nicht näher genanntes Unternehmen das ebenfalls Personal entlassen muss.
Andere Zulieferer die weniger stark von Apple abhängig sind, vermelden indes keine Probleme. Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) produziert die A-Prozessoren für den iPhone-Hersteller, fertigt aber auch 7nm-Chips für andere Smartphone-Hersteller wie Huawei. Wie DigiTimes erfahren haben will, können die Auftragskürzungen seitens Apple ohne große Änderungen beim Personal abgefedert werden.
Vor wenigen Tagen wurde bereits bekannt, dass Apple die mit Samsung vertraglich vereinbarten Mindestmengen an Komponenten für die neuen iPhones nicht abnehmen kann. Die Produktion der nicht benötigten Bauteile wurde gestoppt. Mit den freigewordenen Produktionskapazitäten hat Apple die Herstellung des iPhone X wieder aktiviert, das nicht direkt an Endkunden verkauft werden soll, sondern an Zwischenhändler geliefert wird.










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