Bis zu 17% weniger Smartphones wurden im Q1 2020 verkauft
Weniger Smartphones werden verkauft, und dies ist in der jetzigen Zeit nicht gerade überraschend. Trotzdem gibt es Gewinner und Verlierer - und Apple steht finanziell ganz klar auf der besseren Seite.

Der Ausbruch der Pandemie hat im ersten Quartal von 2020 für viel Wirbel in allen Bereichen des öffentlichen Lebens gesorgt, allerdings kann dabei die finanzielle Seite in den Hintergrund geraten - besonders im Bereich Technologie und Smartphones, denn durch die generelle Umstrukturierung von Lebensstilen und Prioritäten kommen so sonst als Luxusgüter angesehene Waren oft kurz. Um diesen Verlauf an Verkaufszahlen verfolgen zu können und die Veränderungen abzulesen, haben vier Firmen die sich mit Marktanalysen beschäftigen jeweils ihre eigenen Schätzungen zum Einbruch der Verkäufe über Q1 2020 vorgelegt.
Rechtzeitig zum Mai spricht jede der Firmen von einem Minus von mindestens zehn Prozent im gesamten weltweiten Smartphone-Markt, jedoch sind die Schätzungen für die einzelnen Firmen trotzdem unterschiedlich genug um große Lücken aufzuweisen. TrendForce sieht so ein Minus von exakt 10% vor, während die International Data Corporation von 11,7% redet. Diese Schätzungen werden jedoch noch tiefer von anderen Firmen gelegt, denn Counterpoint Research redet von glatten 13% während Omdia die radikalste Schätzung von ganzen minus 16,8% abgibt. Keine dieser Schätzungen sind annähernd gleich zueinander, jedoch stimmen alle Firmen überein wenn es um zwei Themen geht: A) die Ursachen für diesen starken Einbruch in dem globalen Markt und B) Apples positive Rolle in diesen Zahlen.
Während die Ursachen natürlich größtenteils mit der weltweiten Krise zusammenhängen, spielen hier besonders drei verschiedene Faktoren eine wichtige Rolle:
- die entstandenen Probleme bei der Manufaktur der Geräte, was direkt an der Erkrankung von Assembly-Mitarbeitern oder dem gebotenen Schutz für Nicht-Infizierte liegt
- die stark reduzierte Nachfrage von Konsumenten, was sowohl an einer Änderung der Priorisierung von Gütern als auch einer erhöhten Arbeitslosenquote (insbesondere im Bereich Gastronomie) liegt
- die einhergehende Unsicherheit von Konsumenten, über ihre kommende ökonomische Zukunft und finanzielle Belastbarkeit
Apple scheint sich trotzdem entgegen allen Schätzungen als "Gewinner" des jetzigen Smartphone-Markts zu entpuppen. Das Unternehmen erlitt zwar ebenfalls einen Fall in dem Quartal - das Einkommen der iPhones sank von 31,05 Milliarden US-Dollar zu 28,96 Milliarden - allerdings ist dies ein vergleichsweise kleiner Fall von 6,7%, was weitaus über selbst den bestgeschätzten Durchschnitt liegt.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Sonstiges.

Apple plant massiven Produktstau für den Herbst 2026
Laut Lieferkettenberichten bringt Apple im kommenden Herbst mehr als fünfzehn neue Geräte auf den Markt. Das Spektrum reicht vom ersten faltbaren iPhone bis hin zu vernetzten Smart-Home-Lösungen.

Apple preist Macs und iPads teurer – Analysten bleiben ruhig
Apple hat am 25. Juni 2026 Preiserhöhungen für Teile des Mac- und iPad-Sortiments bekanntgegeben. Die Aktie reagierte mit einem deutlichen Kursverlust von 4,8 Prozent, doch Analysten von Evercore ISI und Wedbush sehen die Maßnahme als notwendigen Schutz der Gewinnmarge.

Apple erhöht deutlich die Preise für fast alle Hardware-Produkte
Apple hat die Preise für nahezu das gesamte Hardwaresortiment angehoben, mit einer bemerkenswerten Ausnahme: Das aktuelle iPhone bleibt verschont. Die Mehrkosten reichen von 30 bis 500 Euro.

Apple hat Entwicklung des iPhone Ultra 2 freigegeben
Apple hat die Projektentwicklung für das zweite klappbare iPhone offiziell freigegeben. Der Marktstart ist für Herbst 2027 geplant, während die Air-Serie noch vom Erfolg des Vorgängers abhängt.

iPhone 18 Pro: Analysten sehen nur moderate Preiserhöhung
Tim Cook hatte vor deutlichen Preissprüngen gewarnt, doch J.P. Morgan dämpft die Ängste: Dank eines eigenen Modems bleibt der Aufschlag für das iPhone 18 Pro moderat.

Bob Iger bestätigt: Apple und Disney diskutierten einst eine Fusion
Ehemaliger Disney-CEO Bob Iger räumt in einem Financial Times-Portrait ein, dass sein Unternehmen einst über eine Zusammenlegung mit Apple verhandelte. Der Deal scheiterte am mangelnden Interesse aus Cupertino.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.