Bob Iger bestätigt: Apple und Disney diskutierten einst eine Fusion

In einem aktuellen Portrait der Financial Times blickt der ehemalige Disney-Chef Bob Iger auf seine Karriere zurück und offenbart dabei eine bisher unveröffentlichte Episode aus der Firmengeschichte. Demnach gab es ernsthafte Gespräche zwischen Disney und Apple über eine mögliche Zusammenlegung beider Konzerne. Diese Idee, die die Tech- und Medienwelt nachhaltig verändert hätte, blieb jedoch unrealisiert. Iger beschreibt das Projekt in den folgenden Abschnitten näher und ordnet ein, warum es scheiterte.
Geheime Gespräche über eine Fusion
Die Verhandlungen entstanden zunächst als interne Strategieüberlegung innerhalb von Disney und mündeten rasch in erste direkte Gespräche mit dem Technologieunternehmen. Iger schildert, wie er das Potenzial einer solchen Allianz als einzigartig einschätzte und fest an die Synergien zwischen den beiden Branchenriesen glaubte. Nach seiner Ansicht hätte eine Verschmelzung beide Unternehmen grundlegend transformiert und völlig neue Möglichkeiten im digitalen Unterhaltungssektor eröffnet. Trotz dieser visionären Perspektive verliefen die Gespräche jedoch auf einer sehr allgemeinen Ebene. Es entstanden keine konkreten Vertragsentwürfe oder verbindlichen Absprachen, die den Prozess vorangetrieben hätten.
Kein Interesse aus Cupertino
Der entscheidende Grund für das Scheitern lag im mangelnden Engagement auf Seiten des kalifornischen Technologieunternehmens. Während Iger und sein Team bei Disney bereit waren, die Idee intensiv zu verfolgen, fehlte entsprechende Begeisterung im Management von Apple. Unter der Führung von Tim Cook entschied man sich gegen eine solche strategische Partnerschaft. Die Initiative verlor an Dynamik und wurde schließlich ohne öffentliche Diskussion beendet.
Steve Jobs als verpasste Chance
Iger betrachtete die untergegangene Fusion jahrelang als seine größte verpasste Geschäftschance. In seinen früheren Veröffentlichungen äußerte er die Überzeugung, dass der Deal unter der Ägide von Steve Jobs wahrscheinlich realisiert worden wäre. Der verstorbene Apple-Mitbegründer hätte die synergetischen Möglichkeiten zwischen Technologie und Unterhaltung vermutlich sofort erkannt und den Prozess aktiv vorangetrieben. Dieser Gedanke gewinnt an Gewicht, wenn man Iggers weitere strategische Entscheidungen betrachtet: Er hatte Disney durch die Akquisitionen von Pixar, Marvel, Lucasfilm und 21st Century Fox erheblich vergrößert. Gleichzeitig scheiterte er an anderen ambitionierten Vorhaben, etwa als er eine geplante Übernahme von Twitter aus Sorge vor einer Ablenkung des eigenen Unternehmens selbst stoppte.
Zusammenfassung
Bob Iger hat erstmals öffentlich bestätigt, dass Disney und Apple einst über eine Fusion verhandelten. Der Deal scheiterte am fehlenden Interesse von Apple unter Tim Cook, wobei Iger überzeugt ist, dass Steve Jobs die Zusammenlegung umgesetzt hätte.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apple.

Apple rollt Firmware-Update für AirPods Max 2 aus
Apple hat die erste Firmware-Beta für die AirPods Max 2 veröffentlicht. Parallel dazu erhalten Modelle wie die AirPods Pro 2 und AirPods 4 ihr zweites Update.

MacBook Pro 14 Zoll mit M5 Pro und M5 Max bei Amazon im Angebot
Amazon senkt die Preise für zwei hochkonfigurierte 14-Zoll-Modelle deutlich. Beide Varianten bieten ab Werk zwei Terabyte SSD und sparen zwischen 710 und 870 Euro gegenüber der offiziellen Apple-Empfehlung.

Cyberangriff auf Tatas iPhone-Werk: Apple- und Tesla-Daten gestohlen
Ein schwerwiegender Cyberangriff auf den indischen Technologiekonzern Tata Electronics hat vertrauliche Dokumente von Apple und Tesla freigegeben. Die Hackergruppe World Leaks beansprucht den Diebstahl von über 630 Gigabyte Daten aus dem iPhone-Produktionswerk.

Richter lässt Apple-Klage gegen Leaker Jon Prosser wieder aufleben
Ein US-Gericht hat das gegen den Tech-Influencer ergangene Default-Urteil aufgehoben. Jon Prosser muss sich nun innerhalb von zehn Tagen zu den Vorwürfen im Zusammenhang mit dem iOS-26-Leak äußern.

iPhone Ultra: Lieferketten-Infos sprechen für September-Start
Neue Meldungen aus der Apple-Lieferkette entkräften die jüngsten Verzögerungs-Gerüchte. Das faltbare iPhone Ultra soll wie geplant im September 2026 auf den Markt kommen.

Apple bezieht ab 2027 Prozessoren von Intel
Donald Trump hat einen langjährigen Liefervertrag zwischen Apple und Intel bestätigt. Der US-Halbleiterkonzern soll ab 2027 ältere Prozessoren in den USA fertigen, während TSMC die High-End-Chips weiterhin liefert.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.