Telekom

Datenautomatik deaktivieren: So lässt sich das automatische Nachbuchen von Datenvolumen verhindern

Viele Handyverträge beinhalten eine Datenautomatik, die beim Erreichen des Inklusiv-Volumens zum Einsatz kommt und neues Datenvolumen nachbestellt. Wir zeigen, wie man die kostenpflichtige Datenautomatik ganz leicht deaktiviert.

A
AppTickerTeam
08.01.20234 Min. Lesezeit
Datenautomatik deaktivieren: So lässt sich das automatische Nachbuchen von Datenvolumen verhindern
Banner-Werbung
Leaderboard · 970 × 250 / 728 × 90

Was bedeutet Datenautomatik im Zusammenhang mit Handyverträgen? Eine Datenautomatik kommt zum Einsatz, wenn das im Tarif enthaltene Datenvolumen innerhalb eines Abrechnungszeitraumes aufgebraucht ist. Wie der Name schon verrät, wird dann automatisch neues Datenvolumen in Form von weiteren Datenpaketen zur Verfügung gestellt.

Kunden zahlen für diese Form der Datenbereitstellung einen vergleichsweise hohen Preis, weshalb die Funktion nicht unbedingt große Begeisterung unter den Verbrauchern auslöst. Die Verbraucherzentrale weist in dem Zusammenhang auf ein Gerichtsurteil hin, welches die Praxis der Datenautomatik als rechtswidrig darstellt, sofern das Verfahren nicht im Handyvertrag festgehalten wurde. 

Die Datenautomatik ist vor allem für Anbieter von Low-Budget-Tarifen ein wichtiges Instrument, um zusätzliche Einnahmen zu generieren. Die in der Regel nur wenige Euro teuren Tarife, können bei eingeschalteter Datenautomatik schnell doppelt so teuer werden. Wer diese Kostenfalle umgehen will, sollte die Automatik also deaktivieren - wir zeigen euch wie das funktioniert. 

SpeedGo bei Vodafone deaktivieren

Es gibt unter Umständen verschiedene Bezeichnungen für die Datenautomatik, die im Kern aber bei allen Anbietern nach dem gleichen Muster funktioniert. Vodafone setzt auf den eher harmlos klingenden Namen "SpeedGo". Wer Vodafone-Kunde ist, kann die Datenautomatik am einfachsten über die MeinVodafone-App deaktivieren. 

Klickt hierfür auf euer verbleibendes Datenvolumen. Anschließend erscheint mittig platziert der Hinweis "Speedgo ist eingeschaltet". Mit einem weiteren Klick auf die Schaltfläche informiert euch Vodafone darüber, dass bei verbrauchtem Datenvolumen ein weiteres Datenpaket mit 250 MB zum Preis von 3 Euro hinzugebucht wird.

Das Ganze passiert in einem Abrechnungszeitraum bis zu dreimal, sodass ihr unter Umständen 9 Euro monatlich zusätzlich zu eurer Grundgebühr bezahlen müsst. Leider müsst ihr SpeedGo für jeden Abrechnungszeitraum erneut deaktivieren. Die Funktion lässt sich nicht dauerhaft ausstellen.

o2: Keine Datenautomatik bei neuen Verträgen

Der Provider o2 verzichtet bei seinen aktuellen Verträgen komplett auf eine Datenautomatik. Bei älteren Verträgen kann es dagegen durchaus vorkommen, dass nach Verbrauch des Inklusiv-Volumens weitere Datenpakete kostenpflichtig hinzugefügt werden. Insgesamt wird auch hier bis zu dreimal neues Datenvolumen nachgebucht, sobald das Inklusiv-Volumen aufgebraucht ist. 

Die Kosten fallen dabei unterschiedlich aus und orientieren sich am gebuchten Tarif. In der Regel müssen Kunden mit zwei bis fünf Euro Mehrkosten pro Datenpaket rechnen. Über den Kundenbereich von o2 lässt sich die Datenautomatik verwalten und auf Wunsch kündigen. 

Keine Kostenfalle bei der Telekom

Kunden der Deutschen Telekom müssen dagegen gar keine Kostenfalle im Zusammenhang mit einer Datenautomatik befürchten. Bei wem das Inklusiv-Volumen zu Neige geht, wird frühzeitig per SMS informiert. In der Nachricht sind alle Informationen zum bevorstehenden Ende des Surfen im Highspeed-Bereich enthalten. Außerdem kann der Kunde über einen Link weiteres Datenvolumen kostenpflichtig dazubuchen. 

Darüber hinaus lassen sich auch im Kundencenter der Telekom sowie in der MeinMagenta-App bezahlpflichtige Datenpakete aktivieren. Der Service der Telekom trägt den Namen SpeedOn. Die Funktion wird erst allerdings erst sichtbar, sobald das eigene Datenvolumen aufgebraucht ist bzw. kurz davor. 

Im Vergleich zu den anderen Anbietern gewährt die Telekom den Kunden ein deutlich größeres Paket an Datenvolumen, sofern dies kostenpflichtig aktiviert wird. Zwischen einem und 22 GB Daten stehen nach der Buchung zur Verfügung. Die Kosten sind abhängig vom gebuchten Tarif und liegen zwischen 4,95 Euro und 24,95 Euro. 

Tarifwechsel statt Datenpakete

Wer auf mobile Verbindungen angewiesen ist und regelmäßig das Inklusiv-Volumen seines Tarifes aufbraucht, kann zwar bequem weiteres Datenvolumen dazubuchen, die Kosten hierfür fallen allerdings in der Regel verhältnismäßig hoch aus. Auf Dauer dürfte ein Wechsel in einen Tarif mit mehr Inklusiv-Volumen die deutlich kostengünstigere Lösung darstellen. 

Banner-Werbung
Inline · Billboard 970 × 250

Das könnte dich auch interessieren

Weitere Geschichten aus der Redaktion.

iPhone Air 2: Apple plant drei große Upgrades für den dünnen Nachfolger
Smartphone

iPhone Air 2: Apple plant drei große Upgrades für den dünnen Nachfolger

Laut Bloomberg arbeitet Apple an einem deutlich verbesserten iPhone Air 2. Besserer Akku, zweite Kamera und neuer Prozessor sollen die Schwachstellen des Vorgängers beheben.

18.06.20262 Min
iPhone 18 Pro Max: Dickere Kamera bestätigt, alte Hüllen passen trotzdem
Smartphone

iPhone 18 Pro Max: Dickere Kamera bestätigt, alte Hüllen passen trotzdem

Neue Dummy-Modelle des iPhone 18 Pro Max zeigen ein deutlich gewachsenes Kamera-Modul. Überraschenderweise lassen sich Schutzhüllen des Vorgängers weiterhin nutzen.

17.06.20263 Min
Leaker dementiert Verzögerung des iPhone Fold bis 2027
Smartphone

Leaker dementiert Verzögerung des iPhone Fold bis 2027

Es ist ein Hin und Her im Bezug auf das iPhone Fold (Ultra). Der Weibo-Insider Fixed Focus Digital widerlegt Berichte über eine Auslieferungsverschiebung des faltbaren iPhones. Ein Start im September 2026 soll trotz Produktionsengpässen stattfinden.

17.06.20263 Min
OpenAI entwickelt eigenes Smartphone mit KI-Agent-Interface
Smartphone

OpenAI entwickelt eigenes Smartphone mit KI-Agent-Interface

OpenAI kehrt von der screenlosen Vision zurück und entwickelt ein AI Agent Phone mit MediaTek-Chip, das 2027 auf den Markt kommen soll. Analyst Ming-Chi Kuo hat Details aus der Lieferkette preisgegeben.

31.05.20264 Min
EU-Verordnung 2023/1670: Austauschbare Akkus für Smartphones ab 2027
Technik News

EU-Verordnung 2023/1670: Austauschbare Akkus für Smartphones ab 2027

Die EU schreibt vor, dass Smartphones und Tablets ab 2027 austauschbare Akkus haben müssen. Apple-Geräte erfüllen die Langlebigkeits-Ausnahmebedingungen bereits heute.

28.05.20263 Min
iPhone 17 Pro Max: Amazon senkt Preis auf historisches Minimum
Schnäppchen

iPhone 17 Pro Max: Amazon senkt Preis auf historisches Minimum

Amazon bietet das iPhone 17 Pro Max 256 GB in Silber für 1.299 Euro — das ist der niedrigste Preis seit Modellstart. Das Flaggschiff überzeugt mit A19 Pro Chip, achtfachem Zoom und Rekord-Akkulaufzeit.

25.05.20263 Min

Kommentare

Sei der Erste, der hier kommentiert.

Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.

News & Schnäppchen — jeden Freitag in deiner Inbox.

Die wichtigsten App-News und besten Deals der Woche, kuratiert von der Redaktion. Kein Spam.