Digital Markets Act: Das Europäische Parlament will iMessage mit anderen Messengern kompatibel machen
Via iMessage kann man keine Nachrichten an WhatsApp-Nutzer schicken und umgekehrt. Wenn es nach dem Europäischen Parlament geht, soll sich das künftig ändern. Aus einer Pressemitteilung geht hervor, dass Messenger künftig untereinander kompatibel werden sollen.

Zu der Zeit, als die ersten Instant-Messenger die SMS ablösten, war die Zahl der verfügbaren Plattformen noch recht überschaubar. Mittlerweile hat sich das geändert. Hardwarehersteller wie Apple bieten ihre eigenen Chatprogramme an. Dazu kommen Unternehmen wie Meta, das gleich drei große Dienste unter einem Dach vereint.
Untereinander kompatibel sind diese jedoch nicht. Während in den USA, dem Heimatland des iPhones, iMessage das bevorzugte System repräsentiert, ist es hierzulande WhatsApp. Das Europäische Parlament hat nun auf seiner Webseite ein Papier zum sogenannten "Digital Markets Act" (DMA) veröffentlicht, das sich dem Thema "Kompatibilität der Messenger" widmet.
Chatprogramme sollen standardisiert werden
Zum Wochenende gab es ein achtstündiges Trilog, also ein Dreiergespräch zwischen EU-Parlament, Rat und EU-Kommission. Im Rahmen der Tagung hat man sich auf die Standardisierung der aktuellen Messengerdienste geeinigt. Aus dem Papier geht hervor, dass große Anbieter von Chatdiensten künftig mit kleineren kooperieren müssen.
Messenger, deren Dienst in der EU monatlich von mindestens 45 Millionen privaten Kunden und jährlich 10.000 Geschäftskunden genutzt wird, müssen dann kleineren Anbietern zugänglich gemacht werden. Somit soll ein Aussterben kleinerer Plattformen verhindert und der Wettbewerb gestärkt werden. Neben den Nutzerzahlen sind das Anbieten von bestimmten Diensten wie Browser oder soziale Medien ein weiteres Kriterium, dass der DMA greift.
Wie geht es weiter?
Nach dem Verfassen der Inhalte des DMA muss dieser im nächsten Schritt noch vom EU-Parlament und vom EU-Rat gebilligt werden. Anschließend folgt die Veröffentlichung im EU-Amtsblatt, 20 Tage später tritt der DMA dann in Kraft. Die Anbieter großer Messenger-Plattformen wie Apple oder Meta haben dann sechs Monate Zeit, das Ganze umzusetzen.
Zuletzt haben der EU-Umweltrat und das EU-Parlament einen Beschluss über das Verbot von fest verbauten Akkus in Elektrogeräten gefasst. Dieser soll schon ab dem nächsten Jahr verbindlich für alle Hersteller werden.
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