DSGVO und Datenweitergabe - Whatsapp ignoriert Widersprüche
Was vielleicht nicht jeder wusste, Whatsapp überträgt gezielt Nutzerdaten an Facebook und Drittanbieter. Nach den Regeln der DSGVO kann dagegen ein Widerspruch eingelegt werden, diese werden jedoch von WhatsApp ignoriert.

Nur wenige Tage vor Inkrafttreten der DSGVO hatte Whatsapp angekündigt, in der Zukunft personenbezogene Nutzerdaten mit dem Mutterkonzern Facebook und weiteren, sogenannten "vertrauenswürdigen Drittanbietern" zu teilen. Dazu gehören solche Daten wie Telefonnummern sowie Geräte- und Nutzungsinformationen.
Manch einer Nutzer würde sagen, dass WhatsApp ja eine Anleitung zur Verfügung stellt, um Widerspruch gegen die Verarbeitung der Daten einzulegen. Die bisherige Erfahrung diverser Nutzer zeigt jedoch, dass der eingelegte Widerspruch so lang wie möglich bearbeitet wird und anschließend mit vorgefertigten Textbausteinenten abgeschmettert wird.
"Unser Spezialistenteam untersucht gerade deine Anfrage. Sie enthält einige komplexe Aspekte, die wir angesichts der neuen Regelungen unter der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sorgfältig prüfen. Leider dauert dieser Vorgang aufgrund dieser Komplexität eventuell weitere zwei Monate, wie es laut der DSGVO gestattet ist. Wir nehmen deinen Antrag sehr ernst. Vielen Dank für dein Verständnis und deine Geduld."
Nach dem Ablauf der weiteren zwei Monate kommt eine weitere, ebenfalls recht verwirrende Antwort bei dem Nutzer an.
"Wir haben deinen Einspruch geprüft und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Verarbeitung, gegen die du Einspruch erhebst, sich auf die relevante Rechtsgrundlage für einen Einspruch gemäß der EU-Datenschutz-Grundverordnung stützt."
Zusätzlich werden die Nutzer darauf hingewiesen, dass die das Recht haben, sich an die irische oder die lokale Datenschutzbehörde zu wenden und eine Klage vor Gericht zu erheben.
Damit ist der gewöhnliche Nutzer fast machtlos gegen das Vorgehen von WhatsApp, als letzte Gelegenheit bleibt die App zu löschen und nicht mehr zu verwenden.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Sonstiges.

WhatsApp Username erscheint jetzt beim Kontaktspeichern
WhatsApp integriert den WhatsApp Usernamen direkt in den Dialog zum Erstellen neuer Kontakte. Damit rückt die App vom reinen Telefonnummern-System ab.

WhatsApp aktualisiert Gruppenchats mit anonymen Umfragen und @all-Erwähnungen
WhatsApp hat die Funktionen für Gruppenchats erweitert. Anonyme Abstimmungen, ein neues @all-Tagging mit Einschränkungen und die Möglichkeit, neue Gruppen aus bestehenden zu erstellen, sollen die Organisation im Chat erleichtern.

WhatsApp: Neue CarPlay-Oberfläche, iPad ohne iPhone und PDF-Tools am PC
WhatsApp setzt die größte Umstellung der Fahrzeugintegration seit Jahren um und erlaubt erstmals die volle Nutzung auf dem iPad ohne Smartphone-Brücke. Parallel dazu rüstet der Messenger den Desktop-Client um PDF-Editing und Musik-Sharing auf.

WhatsApp schaltet Usernames frei: Chatten ohne Handynummer
WhatsApp macht die langjährige Reservierung von Benutzernamen aktivierbar. Ab sofort können User chatten, ohne ihre Telefonnummer preiszugeben.

WhatsApp testet Online-Status-Indikator auf iOS
Der Messenger führt in der iOS-Beta einen grünen Indikator ein, der zeigt, wann ein Kontakt gerade aktiv ist. Bestehende Datenschutzeinstellungen werden weiterhin berücksichtigt.

WhatsApp führt globale Benutzernamen-Reservierung ein
WhatsApp durchbricht das Prinzip der telefonnummernbasierten Identifikation. Die Reservierung für individuelle Benutzernamen hat begonnen, die volle Funktion folgt schrittweise.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.