Empfindliche Geldstrafen: Huawei sanktioniert Mitarbeiter für Silvester-iPhone-Tweet
Dieser Tweet kommt einigen Mitarbeitern teuer zu stehen: An Silvester wünschte Huawei seinen Followern via "Twitter for iPhone" ein frohes neues Jahr 2019. Für diesen Fauxpas hat das Unternehmen die Verantwortlichen jetzt hart bestraft.

Die sozialen Medien bieten immer wieder genug Raum für Stolpersteine, die im schlimmsten Fall einen PR-Skandal auslösen können. Auf vielen Plattformen kann man zum Beispiel einsehen, mit welchem Endgerät Kommentare verfasst wurden. Ein Smartphone-Hersteller, dessen Hardware auf Android-Basis das Kerngeschäft bildet, sollte also tunlichst genau darauf achten, dass Firmen-Tweets auch von einem Android-System aus gesendet werden. Auf Twitter wird nämlich unter jedem Tweet angezeigt, ob ein iPhone, iPad, der Web-Client oder ein Android-Gerät genutzt wurde.
Eine halbe Stunde vor Mitternacht am letzten Tag des alten Jahres wünschte Huawei seinen Twitter-Followern einen guten Übergang ins neue Jahr, zusammen mit einem kurzen Videoclip. Der Hinweis "via Twitter for iPhone" in der unteren rechten Ecke des Tweets wird jetzt für drei Huawei-Angestellte richtig teuer.

Aus einem offiziellen Memo, in welches die Nachrichtenagentur Reuters Einblick hatte, gehen die Strafen für die Mitarbeiter hervor: Zwei der Angestellten werden um einen Dienstrang degradiert. Die damit einhergehende Lohnkürzung beträgt jeweils 5.000 Yuan pro Monat, was knapp 639 Euro entspricht. Darüber hinaus wird das Gehalt des verantwortlichen Huawei Digital Marketing Directors für zwölf Monate eingefroren.
„Der Tweet war schädlich für das Unternehmen." (Chen Lifang, Senior Vice President von Huawei)
In der Reuters-Meldung wird beschrieben, wie es zu dem Vorfall kam: Der Twitter-Account von Huawei wird vom externen Dienstleister Sapient gepflegt. Dort nutzten die an Silvester diensthabenden Mitarbeiter einen Desktop-PC, welcher über den persönlichen Hotspot eines iPhones mit dem Internet verbunden war. Da Twitter wie Facebook und viele Google-Dienste in China blockiert wird, muss sich Sapient über ein VPN-Netzwerk verbinden. Da das VPN an Silvester Probleme machte und man den Tweet unbedingt rechtzeitig absenden wollte, griff man unbedacht zum iPhone.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Sonstiges.

iPhone 18 wird vermutlich erst nächstes Jahr erscheinen
Der iPhone 18-Start wird vermutlich in zwei Wellen erfolgen. Pegatron bestätigt die Verschiebung des Standardmodells auf Frühjahr 2027.

iPhone Ultra: Diese Bezeichnung hat sich auch bei Apple festgesetzt
Mark Gurman bestätigt, dass Apple das faltbares iPhone Ultra intern so nennt. Ob der Arbeitstitel auf dem fertigen Gerät steht, bleibt abzuwarten.

iPhone 18 Pro -Hauptkamera kommt mit mechanisch variabler Blende
Apple erweitert die iPhone 18 Pro Blende und rüstet die Telelinse auf. Der Hardware-Sprung gilt als der größte seit Jahren.

iPhone 18 Pro Preis steigt um 300 Dollar
Der iPhone 18 Pro Preis wird laut TrendForce um 200 bis 300 Dollar steigen. Speicherchip-Engpässe treiben die Materialkosten um bis zu 40 Prozent.

Kommt das iPhone 20 Pro mit Glas-Design doch noch?
Mark Gurman bestätigt das glaslastige Redesign für das iPhone 20 Pro 2027. Die Stornierungsgerüchte von Jefferies entpuppen sich als Missverständnis.

Apple September Event 2026 zeigt acht neue Produkte
Beim Apple September Event 2026 erwartet Mark Gurman acht Produktvorstellungen. Das faltbare iPhone Ultra steht im Mittelpunkt.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.