Tablet · iPad Pro

"Es gibt iPads und Tablets, und Tablets sind nicht sehr gut. iPads sind großartig."

Ein geführtes Interview zwischen der Plattform TechCrunch und zwei hochrangigen Apple-Vertretern gibt Einblicke in die Erwartungshaltung an das neue iPad Pro und warum der häufig gestellten Forderung nach macOS eine Absage erteilt wurde. 

A
AppTickerTeam
26.04.20214 Min. Lesezeit
"Es gibt iPads und Tablets, und Tablets sind nicht sehr gut. iPads sind großartig."
Banner-Werbung
Leaderboard · 970 × 250 / 728 × 90

Im Interview stellen sich Greg Joswiak (Marketingchef) und John Ternus (Chef der Hardwareentwicklung) den Fragen zum neuen iPad Pro und gewähren interessante Einblicke in die Unternehmensphilosophie von Apple. Sie diskutieren außerdem, warum Apple den zuletzt häufiger formulierten Wunsch nach macOS im iPad eine Absage erteilte. Das gesamte Interview mit vielen interessanten Aussagen und Einblicken ist in englischer Sprache hier nachzulesen.

Kreativ-Apps führen iPad Pro zum Erfolg

Greg Joswiak sieht die Apps im kreativen Bereich als einen Grund für den Erfolg des iPad Pro. Am Beispiel von Photoshop erklärt er, dass es zum Zeitpunkt des ersten iPad Pros im Jahr 2015 neben der Desktopanwendung noch keine Mobilversion gegeben hat. "Als wir das allererste iPad Pro entwickelt haben, gab es kein Photoshop", sagt Joswiak. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Grafikanwendungen und anderen Apps im kreativen Bereich. Während das iPad stets leistungsfähiger wurde, entwickelten sich auch die Anwendungen für die Nutzer weiter. Dadurch ist das iPad Pro heute so attraktiv und stehe zurecht dort, wo es nun steht. 

Frontkamera mit 120-Grad-Sichtwinkel

Stolz sind die Entwickler auch auf ihre neue Kamera mit Ultaweitwinkel-Objektiv und einem Sichtfeld über 120 Grad. In Zeiten von Corona, in denen der Großteil der Arbeitnehmer lediglich online an einer Konferenz teilnimmt, ist die neue Fokussierung goldwert. In Videokonferenzen erfasst die Kamera den Teilnehmer automatisch und schränkt das Sichtfeld auf diesen ein. Sobald der Nutzer aufsteht oder sich bewegt, reagiert die Kamera und folgt dem Nutzer durch den Raum. An dieser Stelle möchte John Ternus das Lob jedoch nicht allein für die Kameratechnik annehmen, sondern betont das erfolgreiche Zusammenspiel zwischen Hard- und Software im Hause Apple. "Natürlich ist es die Kamera, aber es ist auch der SOC und die Algorithmen, die mit der Erkennung der Person und dem Schwenken und Zoomen verbunden sind.", so Ternus. 

Klare Differenzierung zwischen iPad und Mac

Da das neue iPad Pro nun mit dem leistungsstarken M1-Chip ausgestattet wird, die bislang nur in Macs verbaut wurden, haben viele Nutzer mit einem Wechsel von iPadOS zu macOS geliebäugelt. Wie eingangs bereits erwähnt, hat Apple dem iPad nicht das macOS-Betriebssystem verpasst. Warum man in Cupertino dem iPadOS treu bleibt, wird zum Ende des Interviews deutlich. Laut Joswiak gibt es unter den Nutzern zwei Lager. Die einen vertreten die Meinung, das iPad Pro stehe in Konkurrenz zum Mac und die anderen prophezeien eine bevorstehende Verschmelzung beider Geräte. Joswiak erteilt beiden Theorien eine Absage und erklärt das iPad als das passende Werkzeug zur richtigen Zeit:

"Und es ist auch so, dass es kein 'entweder oder' ist. Die Mehrheit unserer Mac-Kunden hat ein iPad. Das ist eine großartige Sache. Sie haben es nicht, weil sie ihren Mac ersetzen wollen, sondern weil sie das richtige Tool zur richtigen Zeit benutzen." 

Im gesamten Interview spricht keiner der beiden vom iPad als Tablet. Tablets seien nicht wirklich gut aber das iPad ist großartig, so die Aussage von Joswiak. Das XDR-Display sei ein Beispiel für die hohe Qualität der Apple-Produkte. Das iPad Pro 2020 war bis zur Einführung des neuen Modells immer noch unantastbar im Bereich der Tablets. Mit der neuen Generation hat Apple diesen Status nochmal unterstrichen und den Abstand zur Konkurrenz ausgebaut. Aus diesem Grund lassen die Macher aus Cupertino ihr iPad Pro auch nicht gern mit anderen Tablets vergleichen. Da sie ihr iPad jedoch auch nicht als Mac verstanden wissen wollen, müssen sie den Vergleich zu anderen Tablets jedoch wohl oder übel zulassen. 

Banner-Werbung
Inline · Billboard 970 × 250

Das könnte dich auch interessieren

Weitere Geschichten aus Tablet.

Alle Tablet →
Apple plant massiven Produktstau für den Herbst 2026
Apple

Apple plant massiven Produktstau für den Herbst 2026

Laut Lieferkettenberichten bringt Apple im kommenden Herbst mehr als fünfzehn neue Geräte auf den Markt. Das Spektrum reicht vom ersten faltbaren iPhone bis hin zu vernetzten Smart-Home-Lösungen.

Vor 17 Std3 Min
Apple preist Macs und iPads teurer – Analysten bleiben ruhig
Apple

Apple preist Macs und iPads teurer – Analysten bleiben ruhig

Apple hat am 25. Juni 2026 Preiserhöhungen für Teile des Mac- und iPad-Sortiments bekanntgegeben. Die Aktie reagierte mit einem deutlichen Kursverlust von 4,8 Prozent, doch Analysten von Evercore ISI und Wedbush sehen die Maßnahme als notwendigen Schutz der Gewinnmarge.

Vor 2 Tagen3 Min
Apple erhöht deutlich die Preise für fast alle Hardware-Produkte
Apple

Apple erhöht deutlich die Preise für fast alle Hardware-Produkte

Apple hat die Preise für nahezu das gesamte Hardwaresortiment angehoben, mit einer bemerkenswerten Ausnahme: Das aktuelle iPhone bleibt verschont. Die Mehrkosten reichen von 30 bis 500 Euro.

Vor 3 Tagen3 Min
Apple hat Entwicklung des iPhone Ultra 2 freigegeben
Smartphone

Apple hat Entwicklung des iPhone Ultra 2 freigegeben

Apple hat die Projektentwicklung für das zweite klappbare iPhone offiziell freigegeben. Der Marktstart ist für Herbst 2027 geplant, während die Air-Serie noch vom Erfolg des Vorgängers abhängt.

Vor 3 Tagen3 Min
iPhone 18 Pro: Analysten sehen nur moderate Preiserhöhung
Apple

iPhone 18 Pro: Analysten sehen nur moderate Preiserhöhung

Tim Cook hatte vor deutlichen Preissprüngen gewarnt, doch J.P. Morgan dämpft die Ängste: Dank eines eigenen Modems bleibt der Aufschlag für das iPhone 18 Pro moderat.

Vor 3 Tagen3 Min
Bob Iger bestätigt: Apple und Disney diskutierten einst eine Fusion
Apple

Bob Iger bestätigt: Apple und Disney diskutierten einst eine Fusion

Ehemaliger Disney-CEO Bob Iger räumt in einem Financial Times-Portrait ein, dass sein Unternehmen einst über eine Zusammenlegung mit Apple verhandelte. Der Deal scheiterte am mangelnden Interesse aus Cupertino.

Vor 4 Tagen3 Min

Kommentare

Sei der Erste, der hier kommentiert.

Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.

News & Schnäppchen — jeden Freitag in deiner Inbox.

Die wichtigsten App-News und besten Deals der Woche, kuratiert von der Redaktion. Kein Spam.