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FBI fordert Apple erneut auf, zwei iPhones eines mutmaßlichen Schützen freizuschalten

Das letzte Mal, als FBI im San Bernardino-Fall dies verlangte, weigerte sich Apple. Der aktuelle Fall bezieht sich auf die Schießerei auf der Pensacola Naval Air Station letzten Monat, bei der drei Menschen getötet wurden.

A
AppTickerTeam
08.01.20203 Min. Lesezeit
FBI fordert Apple erneut auf, zwei iPhones eines mutmaßlichen Schützen freizuschalten
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Laut CNET hat das FBI sich erneut an Apple gewendet und um Hilfe gebeten.

Das FBI hat Apple angeblich um Hilfe gebeten, um zwei iPhones freizuschalten, die möglicherweise Mohammed Saeed Alshamrani gehörten, dem mutmaßlichen Schützen bei einer Schießerei auf einer Florida-Marinebasis im vergangenen Monat, bei der drei Menschen getötet wurden. In einem Brief, der am Montag an Apples Rechtsbeistand geschickt wurde, gab das FBI an, dass eine Erlaubnis des Gerichts vorliegen würde, die Telefone zu durchsuchen, die Ermittler seien jedoch bisher nicht in der Lage gewesen, die Passcodes zu erraten, so NBC News. Beide iPhones sind Berichten zufolge mit einem Passcode geschützt.

Der angebliche Schütze war ein saudi-arabischer Staatsbürger und ein angehender Pilot der saudischen Luftwaffe und hielt sich seit 2017 in den USA auf. Er betrat ein Klassenzimmer und eröffnete das Feuer mit einer Handfeuerwaffe. Das FBI versucht nun zu verstehen, wie er an die Waffe gelangen und diese in die Militärbasis bringen konnte. Ausländern ist der Besitz von Schusswaffen nicht gestattet, die Sicherheitsleute der Basis hätten diese entdecken müssen.

Alshamrani twitterte eine Nachricht, welche ein mögliches Motiv für den Angriff andeutete.

Oh amerikanisches Volk, ich bin nicht gegen euch, weil ihr Amerikaner seid, ich hasse euch nicht wegen eurer Freiheiten, ich hasse euch, weil ihr jeden Tag Verbrechen nicht nur gegen Muslime, sondern auch gegen die Menschheit unterstützt, finanziert und begeht.

Wie im San Bernardino-Fall wird sich die Aufforderung an Apple, die iPhones freizuschalten, wahrscheinlich als fruchtlos erweisen. Die einzige Möglichkeit, die Apple hätte, wäre das zu tun, was bereits damals verweigert wurde. Eine spezielle Version von iOS mit einer Sicherheitshintertür zu erstellen. Dies wäre jedoch viel zu gefährlich und fahrlässig. Jede Hintertür, die für die Nutzung durch die Strafverfolgungsbehörden geschaffen wird, würde unweigerlich von Kriminellen entdeckt und ausgenutzt werden.

Man kann kein Verschlüsselungssystem haben, das nur ein wenig unsicher ist, genauso wenig wie man ein wenig schwanger sein kann. Verschlüsselungssysteme sind entweder sicher oder sie sind es nicht - und wenn sie es nicht sind, dann ist die Frage, wann, und nicht ob andere in der Lage sind, die Schwachstelle auszunutzen [...].

Eine Schwächung der Verschlüsselung würde bedeuten, dass Kernprinzipien zivilisierter Gesellschaften im Namen der Sicherheit geopfert werden müssten. Sie würde nicht nur einer bestimmten Regierung, sondern auch ausländischen Regierungen und Kriminellen den Zugang zu den Daten ermöglichen. Und es würde absolut nichts bewirken, um Terroristen daran zu hindern, im Geheimen zu kommunizieren.

Apple gab bereits an, alles für Apple Mögliche getan zu haben. Dies könnten z.B. auch iCloud-Backups der iPhones sein. Obwohl diese verschlüsselt sind, besitzt Apple den Schlüssel, d.h. Apple kann die Daten entschlüsseln und damit auf fast alle auf dem iOS-Gerät gespeicherten Daten zugreifen.

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