FBI fordert Apple erneut auf, zwei iPhones eines mutmaßlichen Schützen freizuschalten
Das letzte Mal, als FBI im San Bernardino-Fall dies verlangte, weigerte sich Apple. Der aktuelle Fall bezieht sich auf die Schießerei auf der Pensacola Naval Air Station letzten Monat, bei der drei Menschen getötet wurden.

Laut CNET hat das FBI sich erneut an Apple gewendet und um Hilfe gebeten.
Das FBI hat Apple angeblich um Hilfe gebeten, um zwei iPhones freizuschalten, die möglicherweise Mohammed Saeed Alshamrani gehörten, dem mutmaßlichen Schützen bei einer Schießerei auf einer Florida-Marinebasis im vergangenen Monat, bei der drei Menschen getötet wurden. In einem Brief, der am Montag an Apples Rechtsbeistand geschickt wurde, gab das FBI an, dass eine Erlaubnis des Gerichts vorliegen würde, die Telefone zu durchsuchen, die Ermittler seien jedoch bisher nicht in der Lage gewesen, die Passcodes zu erraten, so NBC News. Beide iPhones sind Berichten zufolge mit einem Passcode geschützt.
Der angebliche Schütze war ein saudi-arabischer Staatsbürger und ein angehender Pilot der saudischen Luftwaffe und hielt sich seit 2017 in den USA auf. Er betrat ein Klassenzimmer und eröffnete das Feuer mit einer Handfeuerwaffe. Das FBI versucht nun zu verstehen, wie er an die Waffe gelangen und diese in die Militärbasis bringen konnte. Ausländern ist der Besitz von Schusswaffen nicht gestattet, die Sicherheitsleute der Basis hätten diese entdecken müssen.
Alshamrani twitterte eine Nachricht, welche ein mögliches Motiv für den Angriff andeutete.
Oh amerikanisches Volk, ich bin nicht gegen euch, weil ihr Amerikaner seid, ich hasse euch nicht wegen eurer Freiheiten, ich hasse euch, weil ihr jeden Tag Verbrechen nicht nur gegen Muslime, sondern auch gegen die Menschheit unterstützt, finanziert und begeht.
Wie im San Bernardino-Fall wird sich die Aufforderung an Apple, die iPhones freizuschalten, wahrscheinlich als fruchtlos erweisen. Die einzige Möglichkeit, die Apple hätte, wäre das zu tun, was bereits damals verweigert wurde. Eine spezielle Version von iOS mit einer Sicherheitshintertür zu erstellen. Dies wäre jedoch viel zu gefährlich und fahrlässig. Jede Hintertür, die für die Nutzung durch die Strafverfolgungsbehörden geschaffen wird, würde unweigerlich von Kriminellen entdeckt und ausgenutzt werden.
Man kann kein Verschlüsselungssystem haben, das nur ein wenig unsicher ist, genauso wenig wie man ein wenig schwanger sein kann. Verschlüsselungssysteme sind entweder sicher oder sie sind es nicht - und wenn sie es nicht sind, dann ist die Frage, wann, und nicht ob andere in der Lage sind, die Schwachstelle auszunutzen [...].
Eine Schwächung der Verschlüsselung würde bedeuten, dass Kernprinzipien zivilisierter Gesellschaften im Namen der Sicherheit geopfert werden müssten. Sie würde nicht nur einer bestimmten Regierung, sondern auch ausländischen Regierungen und Kriminellen den Zugang zu den Daten ermöglichen. Und es würde absolut nichts bewirken, um Terroristen daran zu hindern, im Geheimen zu kommunizieren.
Apple gab bereits an, alles für Apple Mögliche getan zu haben. Dies könnten z.B. auch iCloud-Backups der iPhones sein. Obwohl diese verschlüsselt sind, besitzt Apple den Schlüssel, d.h. Apple kann die Daten entschlüsseln und damit auf fast alle auf dem iOS-Gerät gespeicherten Daten zugreifen.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Sonstiges.

iPhone 18 wird vermutlich erst nächstes Jahr erscheinen
Der iPhone 18-Start wird vermutlich in zwei Wellen erfolgen. Pegatron bestätigt die Verschiebung des Standardmodells auf Frühjahr 2027.

iPhone Ultra: Diese Bezeichnung hat sich auch bei Apple festgesetzt
Mark Gurman bestätigt, dass Apple das faltbares iPhone Ultra intern so nennt. Ob der Arbeitstitel auf dem fertigen Gerät steht, bleibt abzuwarten.

iPhone 18 Pro -Hauptkamera kommt mit mechanisch variabler Blende
Apple erweitert die iPhone 18 Pro Blende und rüstet die Telelinse auf. Der Hardware-Sprung gilt als der größte seit Jahren.

iPhone 18 Pro Preis steigt um 300 Dollar
Der iPhone 18 Pro Preis wird laut TrendForce um 200 bis 300 Dollar steigen. Speicherchip-Engpässe treiben die Materialkosten um bis zu 40 Prozent.

Kommt das iPhone 20 Pro mit Glas-Design doch noch?
Mark Gurman bestätigt das glaslastige Redesign für das iPhone 20 Pro 2027. Die Stornierungsgerüchte von Jefferies entpuppen sich als Missverständnis.

Apple September Event 2026 zeigt acht neue Produkte
Beim Apple September Event 2026 erwartet Mark Gurman acht Produktvorstellungen. Das faltbare iPhone Ultra steht im Mittelpunkt.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.