Zwei Milliarden Dollar Gewinn: Großinvestor Carl Icahn steigt wieder bei Apple aus
Apples schlechte Quartalszahlen ziehen anscheinend weitere Konsequenzen nach sich. Der Großinvestor Carl Icahn, der im Spätsommer 2013 bei Apple eingestiegen ist, hat seine Anteile im Wert von 5 Milliarden US-Dollar wieder verkauft und damit einen Gewinn von etwa 2 Milliarden Dollar gemacht. Als Begründung gibt Icahn an, dass ihm das China-Geschäft Sorgen mache, wo es starke regulatorische Vorgaben seitens der Behörden gibt.
Andererseits könnten auch chinesische Smartphone-Hersteller wie Huawei, OPPO und andere einen Teil dazu beigetragen haben. Diese können immer größere Anteile des Smartphone-Marktes für sich gewinnen und sind auch gerade in China besonders stark. Huawei beispielsweise wird nächstes Jahr zwar schon 30 Jahre alt, war aber vor einigen Jahren noch als Smartphone-Hersteller international kaum bekannt. Mittlerweile ist es der drittgrößte Smartphone-Hersteller der Welt und wird dieses Jahr wohl wie die beiden Marktführer Samsung und Apple ebenfalls Smartphones in einer dreistelligen Millionenzahl verkaufen. Für Apple wird daher das Geschäft mit den Smartphones, mit denen das Unternehmen immer noch etwa 85% seiner Gewinne macht, immer schwieriger
Icahn als Investor ist dabei berüchtigt für seine Vorgehensweise, die man im englischsprachigen Raum als "Corporate Raider" also Unternehmensplünderer bezeichnet. So diente er in den 80er Jahren neben Ivan Boesky als einer der Vorbilder für die Filmfigur des Gordon Gekko in Oliver Stones Spielfilm Wall Street von 1987. Die Vorgehensweise besteht dabei in einem Einkauf in Unternehmen um dann später möglichst hohe Ausschüttungen zu fordern, selbst wenn diese nur mit Hilfe von einer Zerschlagung der Unternehmen möglich sind. Das Bild oben zeigt den Kursverlauf der Apple-Aktie der letzten Tage, wobei der senkrechte Abfall am 27. April nach Bekanntgabe der Quartalszahlen stattfand.
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