Hacker werden für gefundene Sicherheitslücken fürstlich entlohnt
Viele Unternehmen bedienen sich an dem technischen Fachverstand eines Hackers und lassen dafür eine Menge Geld springen. Einem Unternehmen war das Aufspüren einer Sicherheitslücke sogar 200.000 Dollar wert.

Ein Hacker nimmt in der Regel die Rolle des Kriminellen ein, der Behörden und Unternehmen lahmlegt oder Kreditkartenbetrug begeht. Doch schon seit Langem machen sich Unternehmen die Fähigkeiten von Hackern zu Nutze, um die eigenen Systeme auf Schwachstellen zu überprüfen. Es werden mitunter hohe sechsstellige Beträge gezahlt, um auch die kleinste Lücke im System schließen zu können. Auf extra organisierten Veranstaltungen stellen die Experten ihr Wissen unter Beweis während die Softwareentwickler an diesen Tagen nur gespannte Zuschauer sind.
Beim Pwn2Own messen sich die Besten
Der Pwn2Own-Wettbewerb ist ein seit 2007 stattfindendes Computer-Hack-Turnier, bei dem die Teilnehmer in diversen Anwendungen und auf mobilen Endgeräten Schwachstellen suchen und diese ausnutzen. Der diesjährige Wettbewerb fand vom 06. bis 08. April statt und wurde, wie bereits im vergangenen Jahr, per Livestream übertragen.
Da den Teilnehmern zahlreiche Exploit-Versuche gelangen, wurden bereits am ersten Tag ganze 570.000 Dollar Belohnung ausgezahlt. Die höchste Einzelprämie in Höhe von 200.000 Dollar wurde jeweils an zwei Teams ausgezahlt, die es schafften, einen Microsoft Exchange-Server zu übernehmen und Microsoft Teams zu knacken.
Weitere 100.000 Dollar wurden an Jack Dates gezahlt, dem es gelang den Safari Browser über eine bisher unbekannte Lücke ("Zero-Exploit") zu knacken. Dabei war ihm sogar eine Codeausführung auf Kernelebene möglich. Auch wenn sich die meisten Belohnungen "nur" fünfstellige Summen belaufen, wird durch das Event einmal mehr deutlich, wie wichtig diese Art der Veranstaltungen für Softwareentwickler sind. Sollten die Hacker keinen ansprechenden finanziellen Anreiz für ihre Arbeit erhalten, wäre es für sie unter Umständen auch lukrativ bestimmte Informationen zum Schaden der Entwickler zu verkaufen.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Sonstiges.

Apple bestellt mehr Verdampferkühlplatten für faltbares iPhone und iPhone 20
Apple hat die Produktion von Verdampferkühlplatten für seine Zulieferer deutlich ausgeweitet. Die effiziente Wärmeableitung kommt bereits im iPhone 17 Pro zum Einsatz und soll künftig das faltbare Gerät sowie das rahmenlose Jubiläumsmodell kühlen.

Custom-EQ für AirPods: Neue Beta-Firmware bringt das lang erwartete Feature
Apple liefert mit der AirPods-Beta-Firmware 9.0.314 den lang erwarteten benutzerdefinierten Equalizer nach. Der Drei-Band-Regler steht allen H2-Modellen zur Verfügung und lässt sich direkt am iPhone konfigurieren.

OpenAI erklärt E-Mail-Chaos nach Apples Klage
OpenAI entkräftet den Vorwurf, man habe auf Apples rechtliche Schritte ignoriert. Die KI-Firma führt den Kommunikationsabbruch auf eine Verwechslung durch die Anwälte der Gegenpartei zurück.

iPhone 20: Fertigungsstätten sind bereit für das Vollglas-Design
Die Produktionsanlagen für das zwanzigjährige Jubiläums-iPhone haben ihre Umbauarbeiten abgeschlossen. Das Gerät soll erstmals ein komplettes Glasgehäuse mit geschwungenen Kanten erhalten.

Meta fordert nahtloses Pairing für Ray-Ban-Brillen und Quest-Headsets
Meta fordert von Apple die Öffnung der nahtlosen Geräte-Kopplung für Ray-Ban-Brillen und Quest-Headsets. Ein an sich nutzerfreundlicher Wunsch, der seit neun Monaten in einem regulatorischen und technischen Tauziehen feststeckt.

Apple übernimmt SigScalr für bessere App-Fehlersuche
Mit dem Kauf von SigScalr gewinnt Apple ein Open-Source-Monitoring-Tool, das die Fehlersuche in komplexen Anwendungen beschleunigen soll. Branchensprecher erwarten eine langfristige Eingliederung in die Entwicklungsumgebung Xcode.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.