HomePod 2: Apple erklärt das Comeback des smarten Lautsprechers
In zwei Interviews lassen Apple-Manager durchblicken, warum sich das Unternehmen für eine Neuauflage des vor zwei Jahren aus dem Sortiment genommenen HomePods entschieden hat.

Im Vergleich zu anderen Produkten liegt die Geschichte des HomePods noch relativ kurz zurück - dafür jedoch mit einigen bemerkenswerten Höhen und Tiefen verbunden. Im Sommer 2017 vorgestellt, sollte der Smart-Speaker aus Cupertino die Wiedergabequalität von Audioinhalten revolutionieren. Der HomePod erhielt nach seinem Release im Jahr 2018 auch entsprechend lobende Kritiken, der große Erfolg sollte jedoch ausbleiben.
Angesichts der schwächelnden Siri-Komponente schien ein Preis von über 300 Euro viel zu hoch gegriffen, weshalb sich Kunden am Ende ebenfalls vergriffen: Und zwar bei den Produkten konkurrierender Hersteller. Aufgrund einer Fehlkalkulation in Bezug auf das Produktionsvolumen drohte der HomePod schnell zum Ladenhüter zu werden, sodass Apple nur drei Jahre später den Abverkauf und das anschließende Ende des einstigen Hoffnungsträgers verkündete.
Das vorzeitige Ende des HomePods war jedoch nicht gleichbedeutend mit dem Ende der gesamten Produktreihe zu verstehen, denn inzwischen feierte die kleinere Variante "HomePod mini" nicht zuletzt aufgrund des wesentlich geringeren Preises deutliche Erfolge.
Apple erklärt die Rückkehr im Interview
Nachdem Apple im Januar die Rückkehr eines fast baugleichen HomePods ankündigte, steht dieser nun seit vergangenen Freitag im Online Store von Apple sowie in den lokalen Stores zur Verfügung. Bereits kurz nach der Vorstellung kam jedoch die Frage auf, warum es Apple mit einer eingestellten Produktlinie erneut versucht und die Rahmenbedingungen nahezu unverändert lässt.
Abgesehen von der Matter-Unterstützung und einigen neuen Sensoren zur Bestimmung der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit sowie einer leichten optischen Anpassungen am oberen Touch-Modul hebt sich der neue HomePod nur minimal von der ersten Generation ab. In einem Interview mit "Men's Journal" und "TechCrunch" gab das Unternehmen nun einen Einblick in die vorangegangen Überlegungen.
Bei beiden Interviews füllt sich leider zu oft das imaginäre "Phrasenschwein". So sei unter anderem das Interesse und die Nachfrage nach einem "größeren Lautsprecher" zuletzt wieder stark gestiegen. Dies habe Apple zum Anlass genommen, um die Erkenntnisse aus dem alten HomePod und dem HomePod mini in das jetzige Modell einfließen zu lassen. Unter dem Strich bleibt es jedoch bei den gleichen Fähigkeiten und demselben Preis, den Apple fünf Jahre später nun wieder erneut ansetzt.
Älteres WLAN-Modul und keine Kopplung unterschiedlicher Geräte
Beim Blick auf die technischen Spezifikationen der ersten und zweiten Generation fällt auf, dass das Modell aus dem Jahr 2018 Unterstützung für den WLAN-Stand 802.11ac inklusive MIMO mitbrachte. Das neue Modell unterstützt lediglich 802.11n. Dass Unternehmen rechtfertigt den Rückschritt damit, dass dieser Standard für den Funktionsumfang des HomePods vollkommen ausreiche.
Das weitaus größere Ärgernis dürfte jedoch die fehlende Kompatibilität zwischen Geräten der ersten und der zweiten Generation sein. Wer sich das beste Sounderlebnis ins Wohnzimmer holen möchte, kann zwei HomePods zu einem Stereopaar koppeln. Dies funktioniert allerdings nur mit zwei baugleichen Geräten. Apple begründet diese Entscheidung mit Unterschieden der klanglichen Qualitäten, was trotz aller Enttäuschung durchaus nachvollziehbar erscheint.
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