HomePod 2: Lieferzeiten schießen in die Höhe
In der vergangenen Woche stellte Apple den HomePod 2 mit eher spärlichen Veränderungen vor. Trotzdem müssen sich Kunden bereits jetzt auf lange Wartezeiten einstellen. Woran liegt es?

Etwas überraschend kündigte Apple vor wenigen Tagen eine Neuauflage des großen HomePods an. Beim Design ist sich Cupertino größtenteils treu geblieben, lediglich die Bedienfläche auf der Oberseite ist nun stärker am HomePod mini angelehnt.
Außerdem setzt Apple im Inneren nun auf weniger Mikrofone und Hochtöner, gleichzeitig kommt ein neuer High-Excursion Tieftöner zum Einsatz. Dank Unterstützung für den Standard Matter ergeben sich zudem mehr Möglichkeiten bei der Einbindung von Smart-Home-Geräten.
Wer heute einen Blick in den Online Store von Apple wirft, wird sehen, dass die Lieferzeiten vom HomePod bereits jetzt deutlich in die Höhe geschossen sind.
Lieferung frühestens im März
Sowohl das Modell in Weiß als auch die Ausführung in Mitternacht werden mit heutigem Bestelldatum erst zwischen dem 9. und dem 16. März geliefert. In der vergangenen Woche warb Apple noch mit einer Lieferung am 3. Februar - allerdings nur für jene, die die Bestellung unverzüglich nach der Veröffentlichung auslösten.
Beim Blick in die Stores anderer Länder ergibt sich ein ähnliches Bild: In der Schweiz warten Kunden aktuell fünf bis sechs Wochen, in Österreich sogar sechs bis sieben Wochen. Im Vereinigten Königreich und in den USA ist zumindest noch das weiße Modell auf Lager, während die dunkle Variante ebenfalls mit mehrwöchigen Lieferzeiten versehen ist.
Taktik oder geringe Lagerbestände?
Warum ein eher banales Gerät wie der HomePod plötzlich ebenfalls mit außergewöhnlich hohen Lieferzeiten versehen ist, lässt sich nur mit Vermutungen erklären. Es könnte durchaus sein, dass Apple die Verfügbarkeit künstlich beschränkt, um das Interesse am Produkt beim Kunden unbewusst zu beeinflussen. Was nicht oder nur schlecht verfügbar ist, muss stark nachgefragt werden und dementsprechend gut sein. Will ich nicht leer ausgehen, sollte ich schnell bestellen.
Es wäre jedoch auch denkbar, dass Apple mit Blick auf den gefloppten HomePod der ersten Generation eher zurückhaltend in die neue Produktion gegangen ist. Statt auf Vorrat zu produzieren, werden immer nur so viele Geräte hergestellt, um die tatsächlich eingegangenen Bestellungen zu decken. Angesichts des unverändert hohen Preises in Höhe von 349 Euro und der starken Konkurrenz auf dem Markt scheint diese Herangehensweise gerechtfertigt.
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