iCloud - Apple prüft E-Mails bei Verdacht auf Kindesmissbrauch

Dem Anschein nach prüft Apple bereits seit Herbst 2019 iCloud auf illegale Inhalte. Erkennt das System bekanntes Material mit Fotos, oder Videos welche Kindesmissbrauch zeigen, so werden die E-Mails automatisch blockiert und einem menschlichen Prüfer zur Prüfung vorgelegt.
Während der Prüfung werden die E-Mails in Augenschein genommen, werden tatsächlich illegale Inhalte festgestellt, bleiben die E-Mails für den jeweiligen Nutzer weiterhin blockiert und der Vorgang an zuständige US-Behörden gemeldet.
Im konkreten Fall lag dem Magazin Forbes ein Durchsuchungsbeschluss vor, dem sich entnehmen lässt wie Apple diesbezüglich arbeitet und welche Daten an die Behörden übermittelt wurden. Neben dem Hinweis sind es der Name, Adresse und Telefonnummer des betroffenen iCloud-Nutzers gewesen.
Der Nutzer soll insgesamt 8 E-Mails mit dem illegalen Inhalt an die selbe Adresse versendet haben. Es kann in dem Fall sich entsprechend um kein Versehen handeln. Nach der Meldung von Apple haben die Strafverfolger alle weiteren Daten wie E-Mails, Textnachrichten und Dateien des Nutzers angefordert. Dieser Forderung ist Apple nachgegangen.
Automatisierter Abgleich mit Datenbanken
Bei dem automatisierten Abgleich der gespeicherten Daten vergleicht Apple die sogenannten Hashes der Daten, mit gespeicherten Hashes von bereits bekannten, illegalen Inhalten. Ein Hash ist eine Zahlen-Buchstaben-Kombination über welche eine Datei, Text etc. eindeutig erkannt werden können.
Ähnliche Verfahren und Vorgehensweisen in der Zusammenarbeit mit Behörden werden auch von anderen IT-Konzernen genutzt.
Volle Verschlüsselung für iCloud-Backups vermutlich auf FBI-Anweisung verworfen
Eigentlich hatte Apple mal angekündigt, dass iCloud-Backups voll verschlüsselt werden. Nach dem der US-Justizminister William Barr bereits Facebook aufforderte Strafverfolgern Zugriff auf Inhalte zu gewährleisten und Apple kritisierte dies nicht zu tun, hatte Apple diese Pläne scheinbar verworfen.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apple.

Apple plant massiven Produktstau für den Herbst 2026
Laut Lieferkettenberichten bringt Apple im kommenden Herbst mehr als fünfzehn neue Geräte auf den Markt. Das Spektrum reicht vom ersten faltbaren iPhone bis hin zu vernetzten Smart-Home-Lösungen.

Apple preist Macs und iPads teurer – Analysten bleiben ruhig
Apple hat am 25. Juni 2026 Preiserhöhungen für Teile des Mac- und iPad-Sortiments bekanntgegeben. Die Aktie reagierte mit einem deutlichen Kursverlust von 4,8 Prozent, doch Analysten von Evercore ISI und Wedbush sehen die Maßnahme als notwendigen Schutz der Gewinnmarge.

Apple erhöht deutlich die Preise für fast alle Hardware-Produkte
Apple hat die Preise für nahezu das gesamte Hardwaresortiment angehoben, mit einer bemerkenswerten Ausnahme: Das aktuelle iPhone bleibt verschont. Die Mehrkosten reichen von 30 bis 500 Euro.

Apple hat Entwicklung des iPhone Ultra 2 freigegeben
Apple hat die Projektentwicklung für das zweite klappbare iPhone offiziell freigegeben. Der Marktstart ist für Herbst 2027 geplant, während die Air-Serie noch vom Erfolg des Vorgängers abhängt.

iPhone 18 Pro: Analysten sehen nur moderate Preiserhöhung
Tim Cook hatte vor deutlichen Preissprüngen gewarnt, doch J.P. Morgan dämpft die Ängste: Dank eines eigenen Modems bleibt der Aufschlag für das iPhone 18 Pro moderat.

Bob Iger bestätigt: Apple und Disney diskutierten einst eine Fusion
Ehemaliger Disney-CEO Bob Iger räumt in einem Financial Times-Portrait ein, dass sein Unternehmen einst über eine Zusammenlegung mit Apple verhandelte. Der Deal scheiterte am mangelnden Interesse aus Cupertino.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.