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iCloud - Apple prüft E-Mails bei Verdacht auf Kindesmissbrauch

Einem Durchsuchungsbeschluss lässt sich entnehmen, dass Apple bereits seit dem vergangenen Jahr iCloud auf illegale Inhalte prüft.
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AppTickerTeam
14.02.20202 Min. Lesezeit
iCloud - Apple prüft E-Mails bei Verdacht auf Kindesmissbrauch
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Dem Anschein nach prüft Apple bereits seit Herbst 2019 iCloud auf illegale Inhalte. Erkennt das System bekanntes Material mit Fotos, oder Videos welche Kindesmissbrauch zeigen, so werden die E-Mails automatisch blockiert und einem menschlichen Prüfer zur Prüfung vorgelegt.

Während der Prüfung werden die E-Mails in Augenschein genommen, werden tatsächlich illegale Inhalte festgestellt, bleiben die E-Mails für den jeweiligen Nutzer weiterhin blockiert und der Vorgang an zuständige US-Behörden gemeldet.

Im konkreten Fall lag dem Magazin Forbes ein Durchsuchungsbeschluss vor, dem sich entnehmen lässt wie Apple diesbezüglich arbeitet und welche Daten an die Behörden übermittelt wurden. Neben dem Hinweis sind es der Name, Adresse und Telefonnummer des betroffenen iCloud-Nutzers gewesen.

Der Nutzer soll insgesamt 8 E-Mails mit dem illegalen Inhalt an die selbe Adresse versendet haben. Es kann in dem Fall sich entsprechend um kein Versehen handeln. Nach der Meldung von Apple haben die Strafverfolger alle weiteren Daten wie E-Mails, Textnachrichten und Dateien des Nutzers angefordert. Dieser Forderung ist Apple nachgegangen.

Automatisierter Abgleich mit Datenbanken

Bei dem automatisierten Abgleich der gespeicherten Daten vergleicht Apple die sogenannten Hashes der Daten, mit gespeicherten Hashes von bereits bekannten, illegalen Inhalten. Ein Hash ist eine Zahlen-Buchstaben-Kombination über welche eine Datei, Text etc. eindeutig erkannt werden können.

Ähnliche Verfahren und Vorgehensweisen in der Zusammenarbeit mit Behörden werden auch von anderen IT-Konzernen genutzt.

Volle Verschlüsselung für iCloud-Backups vermutlich auf FBI-Anweisung verworfen

Eigentlich hatte Apple mal angekündigt, dass iCloud-Backups voll verschlüsselt werden. Nach dem der US-Justizminister William Barr bereits Facebook aufforderte Strafverfolgern Zugriff auf Inhalte zu gewährleisten und Apple kritisierte dies nicht zu tun, hatte Apple diese Pläne scheinbar verworfen.

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