iCloud-Backups und weitere Dienste: Apple kündigt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung an
Apple gab gestern per Pressemitteilung bekannt, dass die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf zusätzliche iCloud-Dienste ausgeweitet wird. Außerdem wurden weitere Instrumente vorgestellt, die persönliche Kommunikation über iMessage vor fremden Zugriffen schützen sollen.

Gestern Abend hat Apple drei wichtige neue Sicherheitsfunktionen vorgestellt, die allesamt dazu beitragen sollen, den Schutz von Nutzerdaten in der Cloud zu verbessern. Die Ausweitung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf zusätzliche iCloud-Dienste ist zeitgleich mit der gestrigen Veröffentlichung der Release Candidates von iOS 16.2, iPadOS 16.2, macOS 13.1, watchOS 9.2 und tvOS 16.2 einhergegangen.
Sollte es in den kommenden Tagen zu keinen weiteren Störungen kommen, werden die finalen Versionen wahrscheinlich Anfang kommender Woche freigegeben, sodass dann auch die erweiterten Ende-zu-Ende-Verschlüsselungen für jedermann bereitstehen. In den Fußnoten weist Apple jedoch daraufhin, dass die Erweiterungen anfangs nur in den USA zur Verfügung stehen, zu Beginn des kommenden Jahres folgt der internationale Rollout.
Bei einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung werden die Schlüssel zum Sperren und Entsperren der Inhalte lokal auf den jeweiligen Endgeräten hinterlegt und nicht auf Apples Serverlandschaft. So können lediglich Sender und Empfänger auf die verschickten Daten zugreifen. Sollte es zu einem Datenleck in der Cloud kommen, fallen den Angreifern lediglich die verschlüsselten Daten in die Hände:
Bislang werden 14 sensible iCloud-Dienste mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gesichert. Wer den erweiterten Datenschutz aktiviert, kann demnächst insgesamt 23 Datenbereiche mit einem erweiterten Schutz versehen. Dazu zählen iCloud-Backups, Notizen und Fotos. Lediglich iCloud Mail, Kontakte und der Kalender bleiben weiterhin außen vor.
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