Intel-CEO: Ende der Chipkrise erst 2024?

Über dem Erfolg von Apple und anderen Tech-Unternehmen schwebt seit vielen Monaten die Verfügbarkeit von Halbleitern. Dazu verschärfen die vor allem in China immer wieder verhängten Lockdowns sowie gestörte Lieferketten die Situation auf dem Technik- und Automobilmarkt. Bei Apple wirken sich die äußeren Umstände vor allem auf die Verfügbarkeit von Macs aus, während iPhones und iPads relativ gut verfügbar sind.
Im Vergleich zu Apple haben Verkäufer von Neuwagen aktuell noch größere Schwierigkeiten an ihre Produkte zu gelangen. 12 Monate Lieferzeit sind keine Seltenheit, wenn die Autos dann überhaupt geliefert werden können. Während sich die meisten Unternehmer und Auftragsfertiger bisher eher zuversichtlich zeigten und von einer Besserung zur zweiten Jahreshälfte ausgehen, meldet sich der Chef von Intel mit einer deutlich düstereren Prognose zu Wort.
Ende der Chip-Krise nicht vor 2024
Pat Gelsinger steht seit Februar 2021 an der Spitze des US-amerikanischen Chipherstellers und sieht eine deutlich schlechtere Verfügbarkeit von Chips im Vergleich zu vielen seiner Kollegen. Gelsinger rechnet demnach nicht vor 2024 mit einem Ende der bestehenden Halbleiterkrise. In einem Interview mit CNBC spekuliert er über eine Kehrtwende auf dem Chip-Markt und korrigiert in diesem Zusammenhang eine frühere Prognose seines Unternehmens.
Auch Intel ging nämlich bis zuletzt davon aus, dass sich die weltweite Situation bereits im kommenden Jahr normalisieren werden. Mit seiner nun abgegebenen Einschätzung widerspricht der Intel-CEO auch dem Weißen Haus. Von dort kamen ebenfalls optimistische Töne, die Krise könnte Ende 2022 vorbei sein.
Als Hauptgrund sieht Gelsinger die schlechte Verfügbarkeit von entsprechenden Maschinen, die die Chipherstellung realisieren können. Mit der derzeitigen Ausstattung könne die Produktion nicht so sehr ausgeweitet werden, dass die immer noch steigende Nachfrage gedeckt werden kann.
Intel blickt optimistisch in Zukunft
Bei Intel zeige man sich trotz der weltweiten Schwierigkeiten zuversichtlich. Intel sei für die Zukunft gut aufgestellt. Mit Investitionen in Milliardenhöhe will sich der Halbleiterhersteller weiterhin am Markt beweisen. Zuletzt wurde bekannt, dass das Unternehmen unter anderen in Magdeburg eine neue Chipfabrik bauen will. Da aber auch die Baubranche mit massiven Verzögerungen zu kämpfen hat, könnte die finale Fertigstellung wesentlich mehr Zeit in Anspruch nehmen als geplant.
Man sei sich bei Intel bewusst, dass auch die Konkurrenz mit den gleichen Problemen zu kämpfen habe. Dennoch befinde sich Intel in einer besseren Position als andere Vertreter der Branche. Konkrete Namen, auf die Gelsinger sich dabei bezog, nannte er nicht.
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