iPhone 12: Teil-Lieferungen zwischen Indien und China sind entschärft
Neben Produktionsverspätungen durch den Ausbruch der Pandemie und generellen Verlusten in der Smartphone-Branche, sah Apple das nächste Problem in einem Konflikt zwischen Indien und China. Zum Glück ist jenes jedoch ausgearbeitet worden - zumindest für Assembler Foxconn.

Ende letzten Monats kam es zu heftigen Auseinandersetzungen an der Grenze zwischen Indien und China, die in der gegebenen Form lange nicht mehr existiert haben. Mindestens 20 indische Soldaten sollen so in einem Konflikt mit chinesischen Militanten an einer angrenzenden Region zu den Himalajas umgebracht worden sein - ohne Schusswaffen, dafür aber indischen Berichten zufolge "mit Steinen und Keulen". Bei der scheinbar sporadischen Auseinandersetzung wurden die Lieferungen zwischen den beiden Ländern fürs erste komplett aufs Eis gelegt - und das hat guten Grund, da die Stimmung zwischen den beiden Ländern zurzeit als hitzig bezeichnet werden kann. Der taiwanesische iPhone-Assembler Foxconn litt stark unter den Umständen, da die Lieferung von Teilen für die kommenden iPhone 12 Modelle auf ungewisse Zeit im indischen Zoll blieb - nun kommen aber Nachrichten auf, die wenigstens auf die Lieferungen einen positiveren Ausblick werfen.
Dass die Lieferungen irgendwie weiter gehen müssen, war allen Parteien von Anfang an bewusst - daher hatte sich Indien mit dem Gedanken beschäftigt, Sonderregelungen für ausländische Firmen wie Apple einzuführen. Ein neuer Bericht von Reuters bestätigt nun die Vermutungen und erklärt, dass eine Lösung inmitten des Streits gefunden worden ist:
"Apple-Assembler Foxconn hat am Freitag in einem Statement erklärt dass die Zoll-Prozeduren in Indien entschärft und geklärt worden sind, nachdem ergänzende Untersuchungen von Produkten die aus der chinesischen Seite kamen die Pläne von ausländischen Firmen inmitten asiatischer Konflikte gestört haben. Speziell Foxconns Klärung im Zoll für Einlieferungen nach Indien sind alle ausgearbeitet worden und erfüllen alle lokalen Regelungen und Richtlinien - dies erklärte Foxconn selber in einer Angabe vor dem Aktienmarkt in Taipei. Das Unternehmen elaborierte nicht weiter."
Als Folge des Konfliktes hat Indien viele chinesische Apps im App Store auf den Index gesetzt, was sowohl für Apple und Google bedeutete dass jene die Apps aus dem indischen App Stores entfernen mussten. Trotzdem sind die Nachrichten ein Grund zur Freude für Apple und die assoziierten Unternehmen, da das Risiko eines späten Launches der iPhone 12 Modelle nun nicht ganz so hoch ist wie es noch vor ein paar Tagen war - nachdem das Risiko ohnehin schon nicht zu vernachlässigen war.
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