iPhone: Brennstoffzelle ermöglicht eine Woche Betrieb ohne Aufladung
Die Energieversorgung ist immer noch der kritische Punkt bei mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets. Noch schlimmer wird es, wenn die Hersteller auf besonders kompakte Geräte setzen die Akkus wenig Platz bieten. Gängige Lithium-Polymer-Akkus erreichen dabei Energiedichten von 130Wh/kg bis maximal 200Wh/kg und in der Entwicklung befindende Akku-Technologien versprechen eine Steigerung um etwa den Faktor zwei. Der Akku des iPhone 6 Plus speichert beispielsweise eine Energie von etwa 11,1Wh, der des iPad Air 2 27,3Wh.
Die Brennstoffzellentechnologie ist aber in der Lag weitaus mehr Energie pro Raum und Masse zu speichern bzw. elektrisch nutzbar zu machen. Dabei wird reagiert beispielsweise Wasserstoff mit dem Luftsauerstoff zu Wasser und es wird elektrische Energie sowie Wasserdampf als Abgas frei. Andere Brennstofftechnologien setzen auf die weitaus praktikableren Brennstoffe wie Ethanol oder Methanol, die bei Normalbedingungen schon flüssig sind und in der Brennstoffzelle zu Wasser und CO2 reagieren. Betrachtet man nur die Brennstoffe Wasserstoff und Methanol ohne die Tanks zur Speicherung, so weisen diese eine Energiedichte von 33,3kWh/kg bzw. 5,6kWh/kg, was etwa um den Faktor 30 bis 200 größer ist als bei den heutigen Lithium-Polymer-Akkus.
Das britische Unternehmen Intelligent Energy hat sich auf die Wasserstoff-Brennstoffzellen spezialisiert und diese so weit miniaturisiert, dass sie zusammen mit einem kleinen Tank in ein aktuelles iPhone 6 passen und sogar noch etwas Platz für den Akku lassen. Damit erreicht das iPhone 6 eine Betriebszeit von einer Woche, wie die britische Zeitung The Telegraph berichtet. Der derzeitige Prototyp wird über einen umgebauten Kopfhöreranschluss mit Wasserstoff betankt und die Zuluft sowie der entstehende Wasserdampf werden über Schlitze im iPhone-Gehäuse ausgetauscht.
Gerüchte besagen dabei, dass Intelligent Energy eng mit Apple zusammenarbeite, jedoch wollte es Dr. Henri Winand, der CEO des Unternehmens, nicht direkt kommentieren. Stattdessen gab das Unternehmen an, dass man bereit sei die Technologie zur Marktreife zu entwickeln und nur noch auf die Hersteller von tragbaren Elektronischen Geräten warte. Statt der Wasserstoffbetankung sollen dann jedoch auswechselbare Kartuschen eingesetzt werden. Im britischen Apple Store bietet das Unternehmen schon eine deutlich größere Version (siehe Bild) zum Aufladen von USB-kompatiblen Geräten an, die unter dem Namen UPP vertrieben wird und 149 britische Pfund kostet.
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