iPhone-Nachfolger? Apple plant Augmented Reality-Headset für das Jahr 2020
Bereits im Jahr 2013 konnte man mit Google Glass eine Datenbrille kaufen. Das Google-Produkt konnte sich aber nicht durchsetzen. Schuld war wohl die sehr knapp bemessene Akkulaufzeit. Ende Januar 2015 bezeichnete Google-Finanzvorstand Patrick Pichette die hauseigene VR-Brille sogar als Flop, es folgte ein Verkaufsstopp.
Im Moment gibt es im Handel keine einfache, leichte Brille mit smarten Funktionen wie Kamera oder Netzanbindung, es werden nur Lösungen angeboten die teilweise das Gesicht verdecken wie beispielsweise das Oculus Rift oder das Vive von HTC. Zwar hat sich Apple noch nicht dazu geäußert wie das Augmented Reality-Headset aussehen soll, die Anforderungen die man in Cupertino allerdings an die Hardware stellt lässt wenig Platz für Spekulationen: Apple möchte seine Datenbrille so klein wie möglich bauen und auf keinen Fall das Sichtfeld oder gar die Ohren einschränken. Laut Bloomberg soll die Brille ähnlich wie die Apple Watch über eine System-on-a-Package-Komponente verfügen und Prozessor, Arbeitsspeicher und Grafikchip beinhalten. Bei Apple hat man den Fehler von Google natürlich registriert und möchte die Brille ausreichend lange mit Strom versorgen. Via Sprachsteuerung, Touchpanels und Kopfgesten soll das Headset dann bedient werden. Als Betriebssystem wird eine eigene OS-Version zum Einsatz kommen die auf dem iOS-Kernel basiert.
Die Anwendungsmöglichkeiten eines Augmented Reality-Headsets sind vielfältig: Man kann sich in einer fremden Stadt einfach und bequem die Route direkt in das Sichtfeld projizieren lassen. Apple denkt aber auch an virtuelle Besprechungsräume in denen sich Teilnehmer aus aller Welt zum Meeting treffen können oder an 360 Grad-Videos.
Das Augmented Reality-Team bei Apple ist mittlerweile auf mehrere Hundert Mitarbeiter angewachsen. Aktuell arbeitet man an einer neuen Version von ARKit, das im nächsten Jahr mit iOS 12 erscheinen soll.
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