Ist MagSafe gesundheitsschädlich? Behörde gibt Entwarnung, rät aber dennoch zur Vorsicht
Ist MagSafe gesundheitsschädlich? Nachdem mehrere Untersuchungen durchgeführt wurden, hat sich nun auch die US-Amerikanische Behörde für Lebens- und Arzneimittel der Frage angenommen. Das Ergebnis: Ein Risiko ist kaum nennenswert. Dennoch gibt die Behörde einige Sicherheitsvorschriften und Verhaltensregeln für Menschen, die einen Defibrillator oder einen Herzschrittmacher verpflanzt haben.

Als Apple das erste iPhone mit dem Feature MagSafe für induktives Laden ausstattete, gab es dazu entsprechende Gesundheitsempfehlungen des Konzerns. Vor allem in Kombination mit Herzschrittmachern und Implantaten solle man Vorsicht walten lassen. Die Öffentlichkeit diskutierte, wie hoch das Risiko tatsächlich sei. Einige Untersuchungen bestätigten sogar, dass ein Risiko vorhanden sei: In Verbindung mit implantierbaren Kardioverter-Defibrillatoren (ICDs) könne es zu gesundheitlichen Schäden durch eine verursachte Störung kommen. Die Magnete seien stark genug, einen IDC aus dem Takt zu bringen. Nun nahm sich die US-Amerikanische Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA, U.S. Food and Drug Administration) dem Fall an.
FDA gibt Entwarnung, aber auch Empfehlungen
Die FDA erklärte hier, sich nicht nur bereits abgeschlossene Untersuchungen zu dem Thema MagSafe angesehen, sondern auch zusätzlich eigene durchgeführt zu haben. Das Ergebnis: Es sei zwar ein gewisses Gesundheitsrisiko für Patienten mit einem Defibrillator oder einem Herzschrittmacher gegeben, aber dieses Risiko sei sehr gering. Es ließe sich mit der Gesundheitsgefahr vergleichen, die von Unterhaltungselektronik allgemein ausginge. Egal, ob Smartphones, Smartwatches oder andere Geräte mit einem Magneten wie MagSafe ausgestattet seien: Unerwünschte Effekte seien nicht bekannt, ein Risiko kaum nennenswert. Dennoch gibt die Behörde einige Verhaltensregeln, die der eigenen Sicherheit dienen sollen: Elektronische Geräte, an denen ein Magnet angebracht ist, sollen mindestens in einem Abstand von sechs Zoll von einem implantierten medizinischen Gerät ferngehalten werden. Dies entspricht einer Entfernung von ungefähr 15 Zentimetern. Ein solches Gerät solle niemals in einer Brusttasche aufbewahrt werden, da dort der Abstand nicht gewahrt werden könne. Im Zweifelsfall könnten sich betroffene an ihren Arzt wenden.
Die Sicherheitsempfehlungen der FDA decken sich damit in etwa mit den Empfehlungen, die Apple gegeben hatte, als MagSafe auf den Markt kam. Apple hatte ebenfalls angegeben, dass ein iPhone mit MagSafe mindestens in einem Abstand von 15 Zentimetern von der Brust ferngehalten werden solle, sofern dort ein Herzschrittmacher oder Defibrillator implantiert sei. Wenn sich ein Gerät in einem induktiven Ladevorgang befinde, solle dieser Abstand auf 30 Zentimeter vergrößert werden.
Ob elektronische Geräte gesundheitsschädlich sind, ist eine Debatte, die schon lange geführt und immer wieder neu aufgegriffen wird. 2013 gab es zum Beispiel eine Untersuchung, inwiefern das iPad die Gesundheit beeinflusse.
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