Kein Aprilscherz: Ab 1. April muss Apple alternative Standard-Apps bei russischen iPhones erlauben
Was in Russland Ende Dezember 2019 beschlossen wurde, wird ab nächsten Monat gesetzlich verpflichtend: Wer auf dem russischen Markt Smartphones, Tablets, Notebooks oder ähnliche Geräte verkaufen möchte, muss seine Plattform für die Installation russischer Standard-Apps zugänglich machen.

Die russische Regierung hat schon länger geplant, den restriktiven Einsatz von Apps, die als Standard auf dem Smartphone oder Tablet installiert sind, zu regulieren. Im November 2019 hatte das russische Unterhaus einen entsprechenden Gesetzesvorschlag auf den Weg gebracht, der einen Monat später von Präsident Vladimir Putin unterzeichnet wurde.
Wann das neue Gesetz in seiner finalen Fassung greift, war noch unklar - bis zum Anfang dieser Woche. Wie die Webseite Vedomosti berichtet, hat sich Apple mit dem Ministerium für Digitalisierung abgestimmt, um künftig auf russischen iPhones Apps anderer Anbieter als Standard-Apps zu definieren. Anbieter die sich weigern, alternative Apps beim Einrichten ihrer Geräte zu erlauben, müssen mit einem Verkaufsverbot rechnen.
Stichtag: 1. April 2021
Wie Vedomosti berichtet, wird Apple alle in der Russischen Föderation erstmalig aktivierten iPhones, iPads und Macs ab dem 1. April dieses Jahres mit einem erweiterten Optionsfeld ausstatten. Der Nutzer hat dann die Wahl, ob zum Beispiel die Mail-App von Apple oder eine alternative App eines russischen Anbieters als Standard-App installiert werden soll. Die angebotenen Apps findet man alle auf der von der Regierung standardmäßig genehmigten Liste.
Gegenüber The Verge und Engadget hat sich Apple zu dem Thema geäußert. Demnach fügt man sich in Cupertino - wie wahrscheinlich alle anderen Hersteller von Smartphones, Tablets, Notebooks, Desktop-Computer und Smart TVs - dem Gesetz. Laut Apple habe der Anwender aber die Wahl, ob er die russischen Apps oder die Standard-Apps von iOS und Co bevorzugt.
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