Klage gegen Apple wegen Scam-Software im App Store
Der Begriff Scamming trat in der Vergangenheit häufiger auf. Dabei wissen viele gar nicht, was sich hinter der Bezeichnung verbirgt. Scamming bedeutet im weitesten Sinne "betrügen" und verteilt sich besonders im Netz auf viele Facetten.

Der Betrug mit einer Scam-Software funktioniert nach folgendem Muster: Eine neue App erscheint im Appstore und wird innerhalb kürzester Zeit zum Verkaufsschlager. Die positiven Rezensionen überschlagen sich. Plötzlich erscheinen erste Nachahmer am Markt, kopieren die Idee der Anwendung, pimpen ihre Bewertungen mit gekauften Beiträgen auf und bringen ahnungslose User dazu In-App-Käufe vorzunehmen oder teure Abos abzuschließen. Auf diese Weise können Betrüger die Lorbeeren Ihrer Ideengeber ernten.
Neben dem schnellverdienten Geld auf Seiten der Betreiber, bleiben auf der anderen Seite hauptsächlich User zurück, die in Zukunft wohl selbst den besten Bewertungen gegenüber misstrauisch werden.
App-Erfinder verklagt Apple
An dieser Stelle wäre es die Aufgabe des Storebetreibers, solche Scam-Software zu identifizieren und zu löschen, so zumindest die Ansicht von Kosta Eleftheriou. Der Entwickler der App FlickType ist unzufrieden mit der Reaktionszeit und den Versuchen Apples, Maßnahmen gegen die betrügerischen Nachahmer zu ergreifen.
FlickType ist eine Onscreen-Tastatur für die Apple Watch. Die App entwickelte sich schnell zum Erfolg - weil sie tatsächlich funktioniert und eine praktische Erweiterung für Nutzer der Apple Watch ist. Es dauerte nicht lange, bis Apps wie KeyWatch erschienen und auf die gleiche Käufergruppe abzielten. Mit gekauften Bewertungen schoss die App an die Spitze der Verkaufscharts. Die versprochenen Leistungen konnte die App zu keiner Zeit liefern. Während KeyWatch erst nach mehrmaligen Beschwerden gelöscht wurde, existieren andere ähnliche Apps noch heute.
Und an dieser Stelle setzt die Klage Eleftheriou's an: Der Kläger führt aus, dass er durch das zögerliche Reagieren von Apple in Bezug auf die Löschung solcher Scam-Software Umsatzeinbußen erlitten hat und fordert nun entsprechenden Schadenersatz. Auf die Vorwürfe hat Apple bisher nicht reagiert. Bis es in der Sache zur Verhandlung vor dem California Superior Court in Santa Clara kommt und ein Urteil gesprochen wird, dürfte noch einige Zeit vergehen. Wie sich die Richter in Kalifornien in der Sache positionieren, ist aktuell völlig unklar. Daher ist eine Einschätzung zum Ausgang der Klage zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer zu abzugeben.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apple.

Apple plant massiven Produktstau für den Herbst 2026
Laut Lieferkettenberichten bringt Apple im kommenden Herbst mehr als fünfzehn neue Geräte auf den Markt. Das Spektrum reicht vom ersten faltbaren iPhone bis hin zu vernetzten Smart-Home-Lösungen.

Apple preist Macs und iPads teurer – Analysten bleiben ruhig
Apple hat am 25. Juni 2026 Preiserhöhungen für Teile des Mac- und iPad-Sortiments bekanntgegeben. Die Aktie reagierte mit einem deutlichen Kursverlust von 4,8 Prozent, doch Analysten von Evercore ISI und Wedbush sehen die Maßnahme als notwendigen Schutz der Gewinnmarge.

Apple erhöht deutlich die Preise für fast alle Hardware-Produkte
Apple hat die Preise für nahezu das gesamte Hardwaresortiment angehoben, mit einer bemerkenswerten Ausnahme: Das aktuelle iPhone bleibt verschont. Die Mehrkosten reichen von 30 bis 500 Euro.

Apple hat Entwicklung des iPhone Ultra 2 freigegeben
Apple hat die Projektentwicklung für das zweite klappbare iPhone offiziell freigegeben. Der Marktstart ist für Herbst 2027 geplant, während die Air-Serie noch vom Erfolg des Vorgängers abhängt.

iPhone 18 Pro: Analysten sehen nur moderate Preiserhöhung
Tim Cook hatte vor deutlichen Preissprüngen gewarnt, doch J.P. Morgan dämpft die Ängste: Dank eines eigenen Modems bleibt der Aufschlag für das iPhone 18 Pro moderat.

Bob Iger bestätigt: Apple und Disney diskutierten einst eine Fusion
Ehemaliger Disney-CEO Bob Iger räumt in einem Financial Times-Portrait ein, dass sein Unternehmen einst über eine Zusammenlegung mit Apple verhandelte. Der Deal scheiterte am mangelnden Interesse aus Cupertino.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.