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Apple-Kunden verklagen das Unternehmen wegen Hide-My-Email-Schwachstelle

Eine Sammelklage wirft Apple vor, Nutzer über eine kritische Datenschutzlücke in der Funktion „Hide My Email" im Unklaren gelassen zu haben. Der Kläger fordert fünf Millionen US-Dollar Entschädigung.
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AppTickerTeam
Vor 7 Std2 Min. Lesezeit
Apple-Kunden verklagen das Unternehmen wegen Hide-My-Email-Schwachstelle
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Apple gerät erneut in die Kritik, wenn Datenschutzversprechen auf technische Mängel treffen. Eine neu eingereichte Sammelklage beschuldigt den Technologiekonzern, Kunden monatelang über eine gravierende Schwachstelle in der E-Mail-Alias-Funktion zu täuschen. Der Kläger wirft Apple vor, weiterhin von den Werbezusagen zum Privatsphäre-Schutz zu profitieren, während die Sicherheit der Daten kompromittiert war. Die Vorwürfe deuten auf ein systemisches Problem bei der Umsetzung von Sicherheitsfeatures hin.

Zeitstrahl der Vertuschung

Der Konflikt reicht bis Juni 2025 zurück, als der Sicherheitsforscher Murphy Apple auf das Problem ansprach. Das Unternehmen bestätigte den Fehler einen Monat später, unterließ aber zunächst eine Behebung. Im März 2026 versicherte Apple zwar, die Lücke sei geschlossen. Der Forscher widerlegte dies jedoch und wies nach, dass die echten E-Mail-Adressen weiterhin für unbefugte Dritte lesbar blieben. Eine funktionierende Korrektur folgte erst Ende Mai 2026.

Fünf Millionen Dollar Schadensersatz

Der Kläger Anthony Alvarez aus Kalifornien hat die Klage eingereicht und wirft dem Unternehmen vor, die Interessen der Nutzer hintanzustellen. Die Klage umfasst vier spezifische Gruppen: alle US-Kunden, die die Funktion nutzten, sowie deren kalifornische Untergruppe, dazu iCloud+-Abonnenten. Der kombinierte finanzielle Schaden wird auf mehr als fünf Millionen US-Dollar geschätzt. Alvarez fordert eine Gerichtsverhandlung vor einem Geschworenengericht sowie die vollständige Reparatur der Funktion.

Wiederkehrendes Muster bei Apple

Alvarez stellt den aktuellen Vorfall nicht als isoliertes Ereignis dar. Er verweist auf einen Vorfall aus dem Jahr 2023, bei dem die Randomisierung von MAC-Adressen versagte und echte Hardware-Identifikatoren preisgab. Beide Fälle verdeutlichen seiner Ansicht nach, dass die technische Umsetzung der Datenschutzfunktionen den Werbezusagen nicht entspricht. Zu den neuen Anschuldigungen hat Apple sich bislang nicht geäußert.

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