Kritik gegen Apple: Telegram-Gründer findet Hardware veraltet und Marktpolitik totalitär
Der Telegram-Gründer Durov hat öffentlich Kritik an Apple geäußert. Der Konzern sei totalitär, die iPhones seien altbacken und überteuert und die Nutzer schlichtweg Digital-Sklaven. Wieviel von seiner Kritik ist tatsächlich ernst zu nehmen?

Genauso, wie Apple regelmäßig gelobt wird, gibt es auch Kritik. Vor allem das Konzept des App Stores und die Gebundenheit an ein Ökosystem schmeckt einigen Menschen nicht. In letzter Zeit steht Apple außerdem in Verdacht, Überwachung durch die chinesische Regierung zu unterstützen und sogar zu begünstigen. Nun ist der Telegram-Gründer Pavel Durov mit auf den Zug aufgesprungen. Er kritisiert innerhalb seines Telegram-Channels nicht nur Apples Beziehung zu China, sondern auch die Hardware und das Betriebssystem iOS.
Alte Hardware, Kritik am Appstore und Infragestellung der Beziehung zwischen Apple und China
Durov nahm sich einen Artikel in der New York Times zum Anlass, seinen Frust über Apple Preis zu geben. Die amerikanische Zeitung beschuldigte Apple, mitschuldig an der Überwachung von chinesischen Bürgern durch den Staat zu sein. Der Konzern unterstütze die dortige Regierung, da China ihr zweitwichtigster Markt sei und die Marktstellung nicht gefährdet werden dürfe. Durov bestätigte den Artikel. Aus seiner Sicht handele Apple clever, im Angesicht eigener Interessen: "Es ist kein Wunder, dass Apples totalitärer Ansatz so gut bei der kommunistischen Partei in China ankommt. Die dortige Regierung hat dank Apple völlige Kontrolle über die Apps und Daten aller chinesischen Bürger, die ein iPhone nutzen."
Ein Beispiel für Apples "totalitären Ansatz" sei der App Store: "Man kann nur Anwendungen über den App Store installieren, die Apple erlaubt – alternative Installationsmöglichkeiten fehlen." Dadurch würden die Nutzer zu "Digital-Sklaven". Auch der Dienst iCloud sei ein typisches Beispiel: Denn nur darüber könne ein Nutzer ein Online-Backup machen, er sei also auf iCloud angewiesen. Dass Durov mit seiner Meinung nicht allein steht, zeigt das aktuelle Gerichtsverfahren zwischen Epic und Apple. Grundlegend geht es dabei genau um die Frage, in wie weit Apple Drittanbieter einschränken darf.
Auch die Hardware sei veraltet und überteuert. "Apple verfolgt das eigene Geschäftsmodell sehr effizient – es besteht darin, überteuerte und veraltete Hardware an Kunden zu verkaufen und sie so in das hauseigene Ökosystem zu sperren." In modernen Android-Smartphones seien 120 Hertz Displays verbaut, iPhones hingegen müssten noch immer mit 60 Hertz auskommen. Insgesamt seien die Animationen auf Android-Smartphones flüssiger und geschmeidiger.
(Eigene) Bewertung der Kritik
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