Kurswechsel: iPhones mit Austausch-Akkus von Drittanbietern werden nun auch von Apple repariert
Apple hat seine Reparatur-Richtlinien aktualisiert und geht damit einen großen Schritt auf seine Kunden zu: iPhones, deren Akku schon einmal von einem Drittanbieter getauscht wurde, werden im Fall einer Reparatur von Apple nicht mehr abgelehnt.
Vielleicht hat der eine oder andere von euch bereits die Erfahrung gemacht, dass ein iPhone im Schadensfall von Apple oder autorisierten Händlern nicht für die Reparatur angenommen wird, weil ein Akkutausch von einem Drittanbieter vorgenommen wurde. Unabhängig davon, welcher Schaden behoben werden sollte - wenn im iPhone kein originaler Akku von Apple verbaut war, wurde die Reparatur abgelehnt.
Mit einer Aktualisierung der Reparatur-Richtlinien hat Apple dies nun geändert. Die neuen Reparaturleitfäden wurden der Redaktion von MacRumors von drei unabhängigen Quellen zugespielt. Seit dem 28 Februar müssen die Mitarbeiter im Apple Store und andere durch Apple autorisierte Werkstätten iPhones mit Akkus von Drittanbietern reparieren.
Fällt einem Mitarbeiter bei der Annahme oder der Reparatur auf, dass ein Fremdakku verbaut ist, soll er dies nun ignorieren und die Arbeit am iPhone fortsetzen. Auch Sicherheitsgründen muss der Akku vor der Reparatur an der Genius Bar lediglich auf weniger als 60 Prozent entladen werden. Die neue Regel gilt auch, wenn der Dritthersteller-Akku defekt ist und ein originaler Akku verbaut werden soll.
Apple geht sogar noch einen Schritt weiter: Wenn der Drittanbieter beim Tausch der Batterie beispielsweise zu viel Klebstoff verwendet hat oder die Laschen des Akkus fehlen oder beschädigt sind, kann der Techniker jetzt sogar veranlassen, dass der Kunde ein Austauschgerät bekommt. Berechnet wird dann nur der Preis für einen regulären Akkutausch.
Der Kommunikationsdirektor von iFixit, einer Webseite, die zeigt, wie man IT-Geräte, Haushaltsgeräte und andere Gegenstände selber reparieren kann, äußerte sich zu den neuen Richtlinien wie folgt:
„Diese Entscheidung beweist, dass das Reparatur-Ökosystem von Drittanbietern heute mehr denn je ein wesentlicher Bestandteil der Aufrechterhaltung der qualitativ hochwertigen Kundenerfahrung von Apple ist. Wir alle, einschließlich Apple, profitieren von dem Service der Reparatur-Community."
Allerdings gelten die neuen Regeln nur für den Akku. iPhones mit einem Logic Board, Mikrofon, Gehäuse, einer Kopfhörerbuchse, TrueDepth-Kamera oder mit Lautstärke- bzw. Powerbuttons von Fremdanbietern werden weiterhin nicht für Reparaturen zugelassen.
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