Ladenhüter HomePod: Apple drosselt Bestellungen bei Zulieferer
Der HomePod ist seit Anfang Februar diesen Jahres in den USA, in Australien und Großbritannien erhältlich. Nach einem Bericht von Bloomberg sind die Absatzzahlen des Siri-Lautsprechers so gering dass Apple die Bestellungen bei seinen Zulieferern auf das Minimum reduziert hat.

Im Vergleich zu anderen Herstellern wie Amazon oder Google ist Apple recht spät in den Bereich der Smart Speaker vorgedrungen. Während sich der Echo beispielsweise schon knapp drei Jahre und Google Home seit Ende 2016 auf dem Markt behaupten hatte Apple den HomePod für Dezember 2017 angekündigt. Nach Verzögerungen bei der Produktion schaffte es der Siri-Lautsprecher dann doch erst Ende Februar in die Apple Stores.
Und dort liegt der Smart Speaker nun wie Blei in den Regalen: Nachdem sich der HomePod laut Bloomberg in den ersten Wochen einen Marktanteil von zehn Prozent erkämpft hatte waren es in den letzten drei Wochen nur noch vier Prozent. Beim Platzhirsch Echo sind es dagegen 74 Prozent, der Google Home liegt mit 14 Prozent auf dem zweiten Platz.
In der Bloomberg-Meldung ist zu lesen, der HomePod verkauft sich nach Aussagen von Apple Store-Mitarbeitern sehr schlecht - in manchen Stores gehen keine zehn Geräte pro Tag über den Ladentisch. Die Apple-Analytikerin Shannon Cross nennt das Problem beim Namen und sagt, die Verbraucher gingen davon aus mit dem HomePod „viele Dinge zu tun, die das Echo und Google Home tun können - Fragen beantworten, Bestellungen von Pizzas und vieles mehr. Stattdessen beschränkt sich der HomePod hauptsächlich darauf, Musik von Apple Music abzuspielen, eine begrenzte Anzahl von Apple-optimierten Smart-Home-Geräten zu steuern und Nachrichten über ein iPhone zu senden". Der Preis von 349 Dollar sei den Kunden dafür einfach zu teuer. Apple nimmt das Problem so ernst dass man Neubestellungen beim Zulieferer Inventec Corp. gedrosselt hat.
Der Europa-Start für den HomePod ist noch für das Frühjahr 2018 geplant. Wir sind gespannt wie sich der Smart Speaker auf dem europäischen Markt schlagen wird.






Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Sonstiges.

iPhone 20: Fertigungsstätten sind bereit für das Vollglas-Design
Die Produktionsanlagen für das zwanzigjährige Jubiläums-iPhone haben ihre Umbauarbeiten abgeschlossen. Das Gerät soll erstmals ein komplettes Glasgehäuse mit geschwungenen Kanten erhalten.

Meta fordert nahtloses Pairing für Ray-Ban-Brillen und Quest-Headsets
Meta fordert von Apple die Öffnung der nahtlosen Geräte-Kopplung für Ray-Ban-Brillen und Quest-Headsets. Ein an sich nutzerfreundlicher Wunsch, der seit neun Monaten in einem regulatorischen und technischen Tauziehen feststeckt.

Apple übernimmt SigScalr für bessere App-Fehlersuche
Mit dem Kauf von SigScalr gewinnt Apple ein Open-Source-Monitoring-Tool, das die Fehlersuche in komplexen Anwendungen beschleunigen soll. Branchensprecher erwarten eine langfristige Eingliederung in die Entwicklungsumgebung Xcode.

Epic Games blockiert Apples Versuch, App Store-Prozess zu verzögern
Apple beantragt eine Aussetzung des laufenden Gerichtsverfahrens zur Klärung der Provisionen für externe Käufe. Epic Games widerspricht vehement und bezeichnet dies als dritten Verzögerungsversuch des Tech-Konzerns.

Apple Pencil 2027: Neue Modelle wegen EU-Batterieregelung
Apple bereitet Überarbeitungen für beide aktuellen Apple-Pencil-Modelle vor. Der Impuls dafür kommt primär aus dem europäischen Rechtsraum und betrifft kommende Auflagen zu austauschbaren Batterien.

Apple fertigt Chips unter Druck bei Intel in den USA
Apple hat unter erheblichem politischen Druck einen Fertigungsdeal mit Intel abgeschlossen. Ziel war vor allem die Abwendung drohender Importzölle, nicht eine Neuausrichtung der Chipproduktion.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.