Lightning-Anschluss bald Geschichte? Gesetzesentwurf der EU sieht USB-C als Standard
Die EU-Kommission arbeitet an einem Gesetzesentwurf, der den Anschluss von Smartphones vereinheitlichen soll. Entsprechenden Berichten zufolge müsste der von Apple verwendete Lightning-Anschluss dem USB-C-Anschluss weichen.

Die Diskussion um einheitliche Anschlüsse zum Laden von Smartphones nimmt in der EU erneut an Fahrt auf. Die Debatte wurde in der Vergangenheit bereits häufiger ohne Ergebnisse geführt. Einem Bericht von Reuters zufolge könnte die EU aktuell jedoch schon einen Schritt weiter sein als üblich. Demnach soll bereits ein Gesetzesentwurf vorbereitet sein, der im kommenden Monat in Brüssel vorgelegt werden soll.
Der Entwurf sieht vor, dass Smartphones in Zukunft einheitlich über USB-C geladen werden. Der bei Apple-Geräten zum Einsatz kommende Lightning-Anschluss würde somit auf der Strecke bleiben und bei neuen Geräten von der Bildfläche verschwinden.
Das Ende von Lightning?
Im Jahr 2012 verabschiedete sich Apple vom bis dato üblichen 30-poligen Stecker und führte im iPhone 5 erstmals den Lightning-Anschluss ein. Die Vorteile lagen bereits zu Beginn der Ära klar auf der Hand: Neben einer wesentlich kleineren Schnittstelle gibt es beim aktuellen Lade- und Datenkabel kein "oben" oder "unten", sodass sich das Kabel von beiden Seiten in das Smartphone stecken lässt.
In der Zwischenzeit hat sich mit USB-C ein weiterer Anschluss verbreitet, der mittlerweile in sämtlichen Android-Geräten zum Einsatz kommt.
Der Gesetzentwurf sieht nun vor, dass Hersteller von Smartphones und anderen elektronischen Geräten dazu verpflichtet werden, einen einheitlichen Stecker zum Laden zu verwenden. Für die Produkte von Apple würde die Verabschiedung des Gesetzes gleichbedeutend mit dem Ende von Lightning sein.
Apple zeigt wenig Verständnis
Mit den jetzigen Bemühungen knüpft die EU an das Jahr 2019 an. Bereits vor zwei Jahren ließ die EU-Kommission eine Studie zur Nutzung verschiedener Ladekabel durchführen. Im Ergebnis entfielen 29 Prozent auf USB-C, 21 Prozent auf Lightning und gut die Hälfte auf Micro-USB. Schon damals war der EU viel daran gelegen, einen einheitlichen Anschluss zu bestimmen.
Die Bemühungen der Europäischen Union stoßen derweil in Cupertino wenig überraschend auf keine Gegenliebe. Wie auch im Jahr 2019 zeigt sich Apple über die erneuten Versuche nicht begeistert. Eine Vereinheitlichung verursache Innovationen und sorgt für mehr Elektroschrott, da die Verbraucher zu anderen Ladegeräten gezwungen werden.
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