MacBook Pro - Kosten für ein RAM-Upgrade werden verdoppelt
Steckt Apples Produktion von Arbeitsspeicher-Chips für das MacBook Pro in Schwierigkeiten? Der neue Preis für ein Upgrade von 8GB auf 16GB könnte darauf schließen lassen.

Ohne Ankündigung hat Apple vor kurzem eine Änderung im Preisschema der MacBooks hervorgerufen - speziell dabei in den auswählbaren Extras. Mit der derzeitigen Einsteiger-Version des MacBook Pro erhält der Käufer für knapp 1500€ ein solides Gerät mit einem i5-Prozessor der 8. Generation, dem typischen Iris Plus Grafikprozessor und 8 Gigabyte an RAM. Sobald man zum Kaufbildschirm dieses Modells gelangt, kann man so weitere Komponenten oder Verbesserungen für ein besonders angefertigtes MacBook auswählen: neben einer leuchtenden Tastatur oder vorinstallierten Softwares, wie das hochwertige Musikprogramm Logic Pro X, kann der Käufer ebenfalls seine Prozessoren oder seinen Arbeitsspeicher für einen Aufpreis aufwerten lassen. Bislang ist der Preis für einen erweiterten Arbeitsspeicher konsistent geblieben, aber mit dem gestrigen Tag hat Apple jenen in die Höhe steigen lassen.

In Deutschland musste der Kunde bislang für eine Verbesserung von 8 Gigabyte zu 16 Gigabyte an RAM 125€ an extra Kosten zahlen (insgesamt 1625€ für das MacBook Pro). Seit gestern hat sich der Preis jedoch verdoppelt, und für ein Upgrade des Arbeitsspeichers gibt der Kunde nun 250€ aus (und 1750€ für das gesamte Paket). Dies kommt so auf den selben Preis wie die nächstmögliche Klasse an MacBook Pro, welche einen verdoppelten Speicherplatz (256GB zu 512GB) für ebenfalls 1750€ anbietet. Der Grund hierfür könnte bei einer Störung des Herstellers liegen - da Apple generell die Einzelteile der eigenen Geräte durch externe Assembler liefern lässt, könnte eine potentielle Behinderung bei der Belieferung (beispielsweise durch einen Mangel an Arbeitskräften in Zeiten von COVID-19) als Auslöser für diesen Aufschwung an Preis liegen. Eine andere Erklärung ist ein Nachlass an Nachfrage für erweiterten Arbeitsspeicher. 16 Gigabyte ist für viele 'normale' Nutzer eine unnötige Verbesserung, was im Umkehrschluss einen höheren Preis für die Verbesserung bedeutet um die Produktionskosten zu rechtfertigen. Dies ist alles jedoch nur Spekulation, da sich Apple bislang in keiner Form über den neuen Preis geäußert hat.
Was allerdings nicht zu vernachlässigen ist, ist dass scheinbar arbiträre Preisänderungen nichts neues für Apple sind. Letzten Sommer hat das Unternehmen so den Preis für eine Erweiterung der SSD des MacBook Pro senken lassen; anstatt knapp 2800€ für eine SSD mit 4TB Kapazität mussten Kunden so nur 1400€ blättern lassen. Für den Rest der Mac-Serie hat Apple jedoch keine Preisänderungen hervorrufen lassen.
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