MacBook Pro mit M2 Pro/Max: Fertigung doch im 5-nm-Verfahren?
Vor wenigen Tagen machten Meldungen über die bevorstehende Massenproduktion des M2 Pro im 3-nm-Verfahren die Runde. Ming-Chi Kuo behauptet nun jedoch etwas Gegenteiliges und bezieht sich dabei auf Prognosen von TSMC.

Nur ein Jahr nach der Vorstellung des MacBook Pro in den Größen 14 und 16 Zoll arbeitet Apple fleißig daran, noch in diesem Jahr aktualisierte Modelle auf den Markt zu bringen. Die Gerüchteküche geht dabei von einem gleichbleibenden Design aus, lediglich im Inneren soll sich Branchenkennern zufolge einiges tun.
Im Sommer diesen Jahres präsentierte Cupertino das kleine MacBook Pro 13" sowie eine Neuauflage des MacBook Air, die beide mit dem M2-Chip arbeiten. In den vergangenen Wochen mehrten sich zudem Berichte, dass Apple die nächste Ausbaustufe des M2 in den größeren MacBook-Pro-Modellen platzieren will.
Da der neueste Apple Silicon im Betrieb mehr Wärme als der M1 erzeugt, wird das integrierte Kühlsystem entsprechend vor größeren Aufgaben gestellt. Umso erfreulicher wurde die Nachricht aus der vergangenen Woche aufgenommen, dass Apple den M2 Pro bereits im 3-nm-Verfahren fertigen lässt.
Hinweise in TSMCs Prognose für 2024
Der Experte Ming-Chi Kuo zeigt sich mit dieser Einschätzung jedoch nicht einverstanden und verweist auf Quellen im Umfeld von TSMC, den für die Fertigung zuständigen Partner von Apple. Demzufolge werden im vierten Jahresquartal neue Notebooks erwartet, die jedoch allesamt im bereits bekannten 5-nm-Fertigungsverfahren hergestellt werden.
Als deutlichstes Indiz sieht Kuo den letzten Quartalsbericht von TSMC inklusive Prognose für die anstehenden Monate. Demnach sorgt die 3-nm-Fertigung erst ab dem ersten Halbjahr 2023 und nicht bereits in diesem Jahr für eine deutliche Umsatzsteigerung. Scheinbar geht der Halbleiterhersteller selbst davon aus, dass die Prozessoren mit veränderter Strukturbreite erst im kommenden Jahr vom Band laufen.
M2 Pro und M2 Max mit unveränderter Strukturbreite?
Die von TSMC erstellten Prognosen schließen eine Fertigung der M2-Chips im 3-nm-Verfahren jedoch nicht gänzlich aus. Ein Verkaufsstart entsprechender Geräte zum Jahresende könnte ebenfalls zur Folge haben, dass sich die neuen Chips in den Zahlen erst im Frühjahr 2023 bemerkbar machen.
Für eine mögliche Präsentation im Oktober dürfte die veränderte Strukturbreite den neuesten Erkenntnissen zufolge allerdings nicht mehr von Bedeutung sein. Das wäre insofern schade, da sich eine veränderte Strukturbreite positiv auf die Leistungsfähigkeit und Wärmeentwicklung bei gleichbleibender Performance auswirken würde. Vor allem in der Notebook-Sparte können diese Nuancen ausschlaggebend sein.
Potenzielle Käufer müssen sich jedoch vor einer gleichbleibenden Strukturbreite nicht fürchten. Das MacBook Pro mit M1 Max hat unter Volllast ebenfalls keine allzu großen Probleme, die anfallende Wärme abzutransportieren. Dementsprechend ist beim M2 auch nicht damit zu rechnen, dass die Lüftung im unerträglichen Maße anspringt und für dauerhafte schlechte Laune beim Arbeiten sorgt.
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