Messenger-App Signal erhält neue Funktion, die automatisch Gesichter verwischt
Der Aufruhr in den USA reißt weltweit Schlagzeilen, und oftmals werden Bilder von Protestanten veröffentlicht die ihre Privatsphäre verletzen könnten. Signal will damit Schluss machen und benutzt dabei native Gesichtserkennung.

Vor kurzem hat News-Plattform TheNextWeb als erstes herausgefunden, dass die sichere Messenger-App Signal mit einem neuen Feature aktualisiert worden ist, welches schnelle und wenn gewünscht automatisierte Verwischung von Gesichtern erlaubt. Dies ist explizit als Maßnahme der Privatsphäre in Zeiten der landesweiten Proteste in Amerika eingeführt worden - bei jenen Protesten könnten nämlich Fotos von Protestanten und Polizisten aufgenommen werden, welche ungewollt in die Privatsphäre von Außenstehenden eingreifen oder jene sogar in Schwierigkeiten bringen könnten. Besonders mit der direkten Einbindung von Social Media wie Instagram oder Twitter in den Protesten können inkriminierende Bilder nämlich unvorhergesehen große Wellen schlagen - daher bleibt die Anonymisierung der Teilnehmer ein heikles, wichtiges Thema.
Signal existiert schon seit Juli 2014 und bietet, ähnlich wie Telegram, einen alternativen Nachrichtendienst an der besonderen Wert auf die Sicherheit des Nutzers liegt - End-zu-End Verschlüsselung der Nachrichten ist hierbei die Grundlage. Nun kommt der nächste Schritt in Sachen Sicherheit, denn das neueste Update benutzt die Gesichtserkennungs-Technologie von High-End Smartphones um auf Knopfdruck automatisch alle sichtbaren Personen eines Fotos zu anonymisieren. Natürlich ist dies jedoch nicht immer perfekt, also bietet Signal ebenfalls die Möglichkeit an, Gesichter oder Objekte auf dem Foto manuell verzerren zu können. Das bearbeitete Foto wird dann exakt wie bearbeitet abgespeichert, was heißt dass Nutzer der App jene ebenfalls in anderen Apps benutzen können - so können neue Entwicklungen in den Protesten weiterhin verbreitet werden, ohne dabei die Protestanten in Gefahr zu bringen.
Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Fotos an sich komplett anonymisiert sind. Metadaten, wie zum Beispiel der Standort bei dem das Foto aufgenommen worden ist, bleiben immer noch intakt - dies könnte für besonders hitzige Bilder ein Problem darstellen, und daher wird ebenfalls empfohlen parallel zur Gesichtsverzerrung ein sogenannten Image Scrubber zu benutzen, der die persönlichen Metadaten des Bildes entfernt. Falls dies nicht möglich ist, können iOS und iPadOS wenigstens den assoziierten Standort entfernen. Dazu müssen beim Teilen des Bildes die Optionen aufgerufen werden, welche die Option des Standorts aufzeigt - jene kann der Nutzer ausschalten, was das Foto weitestgehend anonym hält. Danach kann das Foto wie jedes andere geteilt werden.
Signal ist kostenlos für iPhone und iPad im App Store erhältlich.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apps.

WhatsApp Username erscheint jetzt beim Kontaktspeichern
WhatsApp integriert den WhatsApp Usernamen direkt in den Dialog zum Erstellen neuer Kontakte. Damit rückt die App vom reinen Telefonnummern-System ab.

iPhone 18 wird vermutlich erst nächstes Jahr erscheinen
Der iPhone 18-Start wird vermutlich in zwei Wellen erfolgen. Pegatron bestätigt die Verschiebung des Standardmodells auf Frühjahr 2027.

iPhone Ultra: Diese Bezeichnung hat sich auch bei Apple festgesetzt
Mark Gurman bestätigt, dass Apple das faltbares iPhone Ultra intern so nennt. Ob der Arbeitstitel auf dem fertigen Gerät steht, bleibt abzuwarten.

iPhone 18 Pro -Hauptkamera kommt mit mechanisch variabler Blende
Apple erweitert die iPhone 18 Pro Blende und rüstet die Telelinse auf. Der Hardware-Sprung gilt als der größte seit Jahren.

iPhone 18 Pro Preis steigt um 300 Dollar
Der iPhone 18 Pro Preis wird laut TrendForce um 200 bis 300 Dollar steigen. Speicherchip-Engpässe treiben die Materialkosten um bis zu 40 Prozent.

Kommt das iPhone 20 Pro mit Glas-Design doch noch?
Mark Gurman bestätigt das glaslastige Redesign für das iPhone 20 Pro 2027. Die Stornierungsgerüchte von Jefferies entpuppen sich als Missverständnis.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.