Nach dem Aus der Mac-App: Twitter gängelt Entwickler von Drittanbieter-Apps
Nachdem Twitter die offizielle App für den Mac zum Jahresanfang eingestellt hat gibt es jetzt noch mehr schlechte Neuigkeiten für Twitter-Nutzer: Der Mikrobloggingdienst aus San Francisco nimmt weitere Änderungen am System vor und sperrt einige wichtige Funktionen in Apps von Drittanbietern.
Seit dem 18. Februar diesen Jahres kann man unter macOS die Twitter-App nicht mehr aus dem App Store herunterladen. Mitte März hat man auch den Support eingestellt; wer seine Tweets von einem Mac aus absetzen möchte muss dies über den Browser tun. Zwar gibt es immer noch die Hoffnung auf Apple's Marzipan-System mit dem iOS-Apps auf dem Mac laufen und umgekehrt, Twitter zeigt jedoch erneut wo beim Tweeten die Reise hingehen soll und beschneidet die Funktionen von Drittanbieter-Apps für iOS und macOS.
Das Studio Iconfactory ist Entwickler der App Twitterrific, die sowohl für macOS als auch für iOS angeboten wird. Gestern erschien ein Blogeintrag auf der Webseite von Iconfactory mit dem Titel "Push Nope-ifications". Das Wortspiel deutet auf eine neue Veränderung hin die Twitter am 16. August diesen Jahres für sein System ausrollen will.
Zum genannten Termin wird es dann in Drittanbieter-Apps keine Push-Benachrichtigungen mehr geben - die Funktion wird von Twitter über eine neue API außer Kraft gesetzt. Im Rahmen der Umstellung gibt es auch eine Veränderung an der Timeline: Diese soll ab Mitte August in Drittanbieter-Apps nicht mehr aktualisiert werden - man sieht also nicht mehr was Nutzer denen man folgt twittern. Was bleibt sind stark beschnittene Versionen von Twitterrific & Co die für den normalen User das Ausweichen auf die offizielle Twitter-App unumgänglich macht.
Seit der Ankündigung seitens Twitter über die Änderung der API hatten Entwickler drei Monate Zeit sich an die neuen Bedingungen anzupassen. Diese Frist endet nun in sechs Wochen und bedeutet quasi das Aus für Alternativen zur regulären Twitter-App.
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