Nächste Firmenübernahme: Apple kauft digitalen Zeitschriften-Kiosk Texture
Im hauseigenen Newsroom hat Apple gestern bekanntgegeben dass man den digitalen Zeitschriftenservice Texture übernommen hat. Damit hat Apple nun eine eigene Kiosk-App für digitale Zeitschriften im Programm.

Die App Texture ist in Deutschland und dem Rest der Welt fast gänzlich unbekannt da man aktuell lediglich im US-App Store auf sie zugreifen kann. Bei Texture handelt es sich um einen digitalen Zeitschriftenabonnement-Service der den Nutzern eine Flatrate für mehr als 200 Magazine anbietet.
Der aktuelle Abo-Preis beträgt 10 Dollar pro Monat. Im Rahmen des Abos kann man ähnlich wie z. B. bei den Video-Diensten Netflix oder Amazon Prime unbegrenzt auf die angebotenen Zeitschriften zugreifen. Für Nutzer die im Monat mehr als zwei Printausgaben der angebotenen Magazine kaufen kann sich das Abo durchaus lohnen, da man am Kiosk für zwei gedruckte Exemplare mindestens den gleichen Preis wie für ein Abonnement bei Texture bezahlt. Die App ist in den Staaten dementsprechend beliebt und wird im App Store mit sehr guten 4,8 von 5 Sternen bewertet.
Der Deal wurde von beiden Seiten mit positiven Stimmen begleitet:
- „Wir sind begeistert, dass Texture zu Apple stoßen wird, zusammen mit einem beeindruckenden Katalog von Magazinen vieler der weltweit führenden Verlage" (Senior Vice President of Internet Software und Services von Apple, Eddy Cue)
- „Ich freue mich, dass Next Issue Media und seine ausgezeichnete Texture-App von Apple übernommen werden. Das Texture-Team und seine jetzigen Eigentümer [...] könnten mit dieser Entwicklung nicht zufriedener sein und wir können uns kein besseres Zuhause oder eine bessere Zukunft für den Dienst vorstellen" (CEO von Next Issue Media, John Loughlin)
Der genaue Kaufpreis wurde von Apple nicht genannt, Experten gehen aber von einem zweistelligen Millionenbetrag - jedoch mind. 50 Millionen US-Dollar - aus.
Wie schon erwähnt kann man die Leseflatrate via Texture im Moment nur in den Vereinigten Staaten abonnieren. Da Apple sein Geschäft mit In App-Käufen in naher Zukunft aber verdoppeln möchte liegt es auf der Hand, den Dienst auch in anderen Ländern anzubieten. Über Texture hat man im Rahmen eines Abos in den Staaten u.a. Zugriff auf die Zeitschriften Maxim, Entertainment Weekly, Wired, The New Yorker, Fortune, People, Vouge, National Geographic, Vanity Fair, Sports Illustrated, GQ, Men’s Health, Businessweek, ESPN The Magazine, Mac Lean's, Entertainment Weekly und das Rolling Stone Magazine.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Sonstiges.

US-Regierung lehnt Apple Speicherchips aus China ab
US-Handelsminister Lutnick lehnt Apple Speicherchips aus China ab. Trotz Apples Milliardeninvestitionen in die US-Fertigung bleibt der Widerstand.

Apple plant HomePod mini 2 mit Siri AI und neuem Chip
Der HomePod mini 2 soll diesen Herbst erscheinen. Apple plant Siri AI, einen neuen Prozessor und verbesserte Konnektivität – der Preis bleibt unklar.

Apple beendet iPhone X Support und MacBook Pro 2018
Apple beendet den iPhone X Support. Das MacBook Pro 2018 ist ebenfalls veraltet, Reparaturen entfallen.

App Store Review-Prozess zeigt gravierende Lücken
Der App Store Review-Prozess versagt bei verbotenen Apps, gefälschten Bewertungen und falschen Preisen. Apples Schutzschild hat Risse.

iPhone 18 wird vermutlich erst nächstes Jahr erscheinen
Der iPhone 18-Start wird vermutlich in zwei Wellen erfolgen. Pegatron bestätigt die Verschiebung des Standardmodells auf Frühjahr 2027.

iPhone Ultra: Diese Bezeichnung hat sich auch bei Apple festgesetzt
Mark Gurman bestätigt, dass Apple das faltbares iPhone Ultra intern so nennt. Ob der Arbeitstitel auf dem fertigen Gerät steht, bleibt abzuwarten.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.