Neues Apple TV mit A15 Bionic - Aufpreis für Ethernet & Thread
Nicht nur in der iPad-Sparte gab es gestern ordentlich Bewegung zu verzeichnen. Auch das in den Hintergrund gerückte Apple TV erhält eine Neuauflage.

Wer die Entwicklung von Apple TV und dem dazugehörigen Betriebssystem tvOS in den letzten Jahren verfolgt hat, wird den Eindruck erhalten haben, Apple bereite sich auf eine komplette Einstellung der Sparte vor. Während iOS und macOS mit immer neuen Funktionen ausgestattet wurden, erhielt tvOS zuletzt kaum noch nennenswerte Aufwertungen.
Da viele Smart TVs und Konsolen bereits mit Apple TV+ oder AirPlay ausgestattet sind, ging man zuletzt davon aus, dass das Apple TV als solches in Kürze ausgesorgt hat. Umso überraschender hat Apple heute neben dem iPad Pro und dem iPad eine neue Generation des Apple TV 4K vorgestellt.
Die größte Änderung liegt dabei im Prozessor. Ab sofort verrichtet ein A15 Bionic sein Werk, womit Apple im Vergleich zum Apple TV 4K aus dem letzten Jahr ganze zwei Chip-Generationen überspringt.
Das neue Apple TV 4K kann seit gestern Abend im Online Store von Apple bestellt werden. Im Gegensatz zu den neuen iPads liefert Apple die Box allerdings erst ab dem 4. November aus.
Ethernet und Thread nur beim 128-GB-Modell
Das neue Apple TV wird in zwei verschiedenen Konfigurationen erhältlich sein: Mit 64 GB oder 128 GB internem Speicher. Neben der unterschiedlichen Speicherkapazität werden beide Modelle allerdings noch in weiterer Hinsicht voneinander abgegrenzt. Während das Modell mit 128 GB Speicher einen Gigabit-Ethernet-Anschluss besitzt, müssen Besitzer der kleineren Konfiguration lediglich mit WLAN auskommen.
Die neue Thread-Netzwerktechnologie zum Einbinden von HomeKit- oder Matter-Kompatiblen Geräten ist ebenfalls dem Modell mit 128 GB Speicher vorbehalten.
Angesichts des preislichen Unterschiedes von gerade mal 20 Euro (64 GB für 169 Euro, 128 GB für 189 Euro) dürfte sich der Griff zum größeren Modell also durchaus lohnen.
Siri-Remote mit USB-C-Anschluss
Passend zum neuen Apple TV 4K gibt es ebenfalls eine neue Siri Remote, die sich im Vergleich zum Vorgängermodell allerdings nur unwesentlich verändert hat. Apple spricht im Kleingedruckten von einer Siri Remote, die nun über einen USB-C-Port verfügt.
Damit wird die Verdrängung des Lightning-Anschlusses weiter vorangetrieben. Die Siri Remote ist im Preis vom Apple TV 4K inbegriffen und kann alternativ auch einzeln zum Preis von 69 Euro gekauft werden.
Mit der Vorstellung des neuen Apple TV 4K nimmt Apple zeitgleich das bis zuletzt verfügbare Apple TV HD aus dem Sortiment.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Sonstiges.

Apple plant massiven Produktstau für den Herbst 2026
Laut Lieferkettenberichten bringt Apple im kommenden Herbst mehr als fünfzehn neue Geräte auf den Markt. Das Spektrum reicht vom ersten faltbaren iPhone bis hin zu vernetzten Smart-Home-Lösungen.

Apple preist Macs und iPads teurer – Analysten bleiben ruhig
Apple hat am 25. Juni 2026 Preiserhöhungen für Teile des Mac- und iPad-Sortiments bekanntgegeben. Die Aktie reagierte mit einem deutlichen Kursverlust von 4,8 Prozent, doch Analysten von Evercore ISI und Wedbush sehen die Maßnahme als notwendigen Schutz der Gewinnmarge.

Apple erhöht deutlich die Preise für fast alle Hardware-Produkte
Apple hat die Preise für nahezu das gesamte Hardwaresortiment angehoben, mit einer bemerkenswerten Ausnahme: Das aktuelle iPhone bleibt verschont. Die Mehrkosten reichen von 30 bis 500 Euro.

Apple hat Entwicklung des iPhone Ultra 2 freigegeben
Apple hat die Projektentwicklung für das zweite klappbare iPhone offiziell freigegeben. Der Marktstart ist für Herbst 2027 geplant, während die Air-Serie noch vom Erfolg des Vorgängers abhängt.

iPhone 18 Pro: Analysten sehen nur moderate Preiserhöhung
Tim Cook hatte vor deutlichen Preissprüngen gewarnt, doch J.P. Morgan dämpft die Ängste: Dank eines eigenen Modems bleibt der Aufschlag für das iPhone 18 Pro moderat.

Bob Iger bestätigt: Apple und Disney diskutierten einst eine Fusion
Ehemaliger Disney-CEO Bob Iger räumt in einem Financial Times-Portrait ein, dass sein Unternehmen einst über eine Zusammenlegung mit Apple verhandelte. Der Deal scheiterte am mangelnden Interesse aus Cupertino.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.