Noch bruchfester: Corning stellt das neue Gorilla Glass 5 vor
Im November 2014 stellte der Glasspezialist Corning sein damals neues Gorilla Glass 4 der Öffentlichkeit vor. Die Marke dürfte den meisten technisch interessierten Smartphonebesitzern ein Begriff sein, trägt das spezielle Glas schließlich einen Teil dazu bei, dass moderne Mobiltelefone trotz der sehr dünnen Bauweise ein widerstandsfähiges Display besitzen.
Möglich macht dies eine spezielle chemische Zusammensetzung des Glases und eine Nachbehandlung der Oberfläche, die viele der herkömmlichen Eigenschaften von Glas reduziert. So ist das Glas nicht so empfindlich für Brüche, da die Neigung zur Rissbildung stark reduziert wurde. Außerdem besitzt Gorilla Glas eine für Gläser ausgesprochen hohe Flexibilität.
Nun hat Corning den Nachfolger, das Gorilla Glass 5 vorgestellt, wie 9To5Mac berichtet. Schwerpunkt bei der Entwicklung dieses Glases war die weitere Reduzierung der Bruchanfälligkeit. Bruchschäden gehören nämlich zu den häufigsten Schäden an Smartphones und die Komponente die hier am stärksten betroffen ist, ist natürlich das Display oder genauer gesagt das Deckglas. Laut einer von Corning zitierten Studie fällt bei über 85% der Smartphonenutzer ihr Gerät mindestens einmal im Jahr runter, während es bei 55% drei mal oder noch häufiger passiert.
Im Vergleich zur Konkurrenz soll es viermal bruchunempfindlicher sein, sowie Stürze aus umgerechnet 1,6m Höhe auf harte Oberflächen in 80% der Fälle überstehen. Beim Gorilla Glass 4 beträgt diese Höhe noch etwa 1m, sodass man schon von einer deutlichen Verbesserung sprechen kann.
Laut Corning werden die ersten Geräte mit dem Gorilla Glass 5 später in diesem Jahr erscheinen, wobei keine konkreten Hersteller genannt wurden. Vielleicht werden Apples iPhone 7 und iPhone 7 Plus zu den ersten Smartphones mit diesem neuen Glas sein. Später wird es dann mit Sicherheit auch in den iPads und den preisgünstigeren Versionen der Apple Watch 2 landen. Laut Corning wurde das Gorilla Glas bisher in über 4,5 Milliarden Geräten eingebaut.
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