Neue iPhones sollen Kameraabdeckung und Homebutton aus Saphir haben, ein Kratztest zeigt etwas anderes
Die neuen iPhones sind da und wurden mittlerweile auf die verschiedensten Arten getestet. Einige davon sind reine Spaßtest und zum Teil schlichtweg unsinnig, da überhaupt nicht von Belang bei der alltäglichen Nutzung. Andere sind hingegen aussagekräftiger und durchaus interessant. Dazu gehören Tests der Kratzfestigkeit, da Beschädigungen der Oberfläche bei tragbaren Geräten naturgemäß sehr häufig vorkommen.
Ein derartiger Test wurde auch mit dem iPhone 7 durchgeführt, indem das Display, die Glaslinse der rückseitige Kamera sowie auch das Gehäuse geritzt wurden. Dazu wurden verschiedene Gegenstände und spezielle Härtetestwerkzeuge verwendet, deren Spitzen eine definierte Mohshärte aufweisen. Hier zeigt sich, dass das Displayglas eine Härte von etwa Mohs 6 hat, da hier leichte Kratzer entstehen. Bei der Härte 7 wird das Display schon sehr stark zerkratzt, was bei Gorilla Glas nicht verwunderlich ist. Dieses ist zwar für ein Glas ausgesprochen flexibel und bruchfest, jedoch ist die Härte nicht besonders ausgeprägt.
Interessant sind hier aber vor allen der neue Homebutton und die Glasabdeckung der rückseitigen Kameralinse. Laut einer aktuellen Aussage von Apples Marketingchef Phil Schiller bestehen beide aus Saphirglas, also dem extrem harten Aluminiumoxid mit einer Mohshärte von 9. Jedoch zeigt der Test, dass sowohl der Homebutton als auch die Glasabdeckung schon bei Mohshärte 6 stark zerkratzt werden, wodurch es eigentlich kein Saphir sein kann. Sogar nicht einmal annähernd.
Theoretisch könnte es sich hier auch um Materialabrieb der Testspitze handeln, wie man es beim Test mit dem Schlüssel an der Stelle 1 Minute und 45 Sekunden sehen kann. Die Eloxalschicht aus Aluminiumoxid ist weitaus härter als der Schlüssel, sodass dieser abgerieben wird und sich dann abwischen lässt. Jedoch sieht es beim Homebutton und der Glasabdeckung wirklich nach Kratzern aus, wenn man es unter dem richtigen Lichteinfallswinkel betrachtet. Damit kann Schillers Aussage eigentlich auch nicht stimmen.
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