Pressemitteilung bestätigt: Apple kauft großen Teil der Patente aus Intels Modemsparte
Lange Zeit war es nur eine Vermutung, mittlerweile hat Apple den Sachverhalt mit einer Pressemitteilung bestätigt: Der iPhone-Hersteller hat zugeschlagen und sich einen Großteil der Patente und Erfindungen aus der Modemsparte von Intel gesichert.

Anfang Juli wurde bekannt, dass Intel über das Auktionshaus Sullivan & Cromwell den Verkauf eines Großteils seiner Patente aus der hauseigenen Modemsparte angestoßen hatte. Insgesamt beinhaltete die Auktion des Halbleiterherstellers mehr als 6000 Patentanmeldungen für Entwicklungen von 3G-, 4G- und 5G-Technologie sowie weitere 500 Patente aus der Halbleiter- und Elektronikindustrie.
Zwei Wochen später hat Intel die Auktion gestoppt, weil es einen Bieter gab, der eine exklusive Kaufabsichtserklärung abgegeben hatte. Von vielen Medienportalen wurde spekuliert, dass es sich bei dem unbekannten Bieter um Apple handeln könnte. Schließlich zeigte der iPhone-Hersteller im April schon einmal Interesse an Intels Modemgeschäft.
Die Einschätzungen haben sich mittlerweile bestätigt: Wie Apple in einer Pressemitteilung verkündet, hat der Konzern zusammen mit Intel eine Vereinbarung unterzeichnet, welche die Übernahme von Intels Modemsparte amtlich macht. Lediglich diverse Aufsichtsbehörden sowie der Betriebsrat müssen der Transaktion noch zustimmen. Der Preis für die Übernahme liegt bei stattlichen einer Milliarde Dollar.
Sobald die bis dato zweitgrößte Übernahme seitens Apple in trockenen Tüchern ist, arbeiten die 2200 ehemaligen Intel-Angestellten dann für Cupertino. Der Deal beinhaltet neben dem Personal auch die Patente, die zur Auktion standen sowie die Fertigungsstätten und die laufenden Leasing-Verträge. Apple gibt in der Pressemitteilung an, dass Apple dann gesamt über mehr als 17000 Patente im Bereich der Funktechnologie besitzt.
Der Entwicklung von eigener 5G-Hardware würde dann nichts mehr im Weg stehen. Die ersten 5G-Modems aus dem Hause Apple sollen laut einem aktuellen bericht der Nachrichtenagentur Reuters bereits 2021 vom Band laufen.
Intel wird zwar in Zukunft keine 5G-Modems für Smartphones oder Tablets produzieren, hat sich aber vorbehalten, weiterhin Funktechnik für PCs, autonome Fahrzeuge und Geräte aus dem Internet der Dinge zu entwickeln.
Passend zum Thema:
- Intel stoppt 5G-Auktion: Ist Apple der exklusive Bieter?
- Schlägt Apple zu? Intel bereitet Versteigerung von 5G- & Modem-Patenten vor
- 5G im iPhone: Intel wollte Modem-Entwicklung an Apple verkaufen
- 5G-Chip für iPhone & iPad: Huawei bietet Apple exklusiven Deal an
- AT&T startet erste 5G-Netzwerke in US-Städten
- Schnelles mobiles Netz: Erste 5G-iPhones kommen wohl erst 2020
- 5G im Praxistest: Smartphones von LG & Samsung drosseln die Leistung bei hohen Temperaturen
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Sonstiges.

iPhone 18 wird vermutlich erst nächstes Jahr erscheinen
Der iPhone 18-Start wird vermutlich in zwei Wellen erfolgen. Pegatron bestätigt die Verschiebung des Standardmodells auf Frühjahr 2027.

iPhone Ultra: Diese Bezeichnung hat sich auch bei Apple festgesetzt
Mark Gurman bestätigt, dass Apple das faltbares iPhone Ultra intern so nennt. Ob der Arbeitstitel auf dem fertigen Gerät steht, bleibt abzuwarten.

iPhone 18 Pro -Hauptkamera kommt mit mechanisch variabler Blende
Apple erweitert die iPhone 18 Pro Blende und rüstet die Telelinse auf. Der Hardware-Sprung gilt als der größte seit Jahren.

iPhone 18 Pro Preis steigt um 300 Dollar
Der iPhone 18 Pro Preis wird laut TrendForce um 200 bis 300 Dollar steigen. Speicherchip-Engpässe treiben die Materialkosten um bis zu 40 Prozent.

Kommt das iPhone 20 Pro mit Glas-Design doch noch?
Mark Gurman bestätigt das glaslastige Redesign für das iPhone 20 Pro 2027. Die Stornierungsgerüchte von Jefferies entpuppen sich als Missverständnis.

Apple September Event 2026 zeigt acht neue Produkte
Beim Apple September Event 2026 erwartet Mark Gurman acht Produktvorstellungen. Das faltbare iPhone Ultra steht im Mittelpunkt.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.