"Project CARS GO" erscheint für iOS, iPadOS & Android - Lohnt sich der Download?
Die Rennsimulation "Project CARS" hat ihren ersten mobilen Ableger bekommen. "Project CARS GO" bringt den Racer nun auf das iPhone, iPad und Android-Geräte und steht als kostenloser Ableger im App Store zum Download bereit. Der Titel hat allerdings einige Schwächen.

Für Fans der Rennsportserie "Project CARS" geht ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung. Ab sofort kann man "Project CARS GO" vom Entwicklerstudio GAMEVIL Inc. auf dem iPhone, iPad und Android-Geräten unterwegs spielen. "Project CARS GO" gibt es kostenlos, es wird allerdings Werbung eingeblendet und wie bei vielen anderen Games kann man zusätzliche Inhalte durch In-App Käufe erwerben.
Das Gameplay
"Project CARS GO" legt die Hürden an die Steuerung der zum Start 51 verfügbaren Boliden nicht besonders hoch an. Selber Gas geben oder Lenken ist gar nicht erst möglich. Stattdessen beschränkt sich die Kontrolle über die Fahrzeuge auf das Drücken eines Buttons im richtigen Moment, was das Game für anspruchsvollere Spieler uninteressant macht.
Da helfen dann auch die Online-Events, die Individualisierung der Fahrzeuge, die verschiedenen Wettbewerbe und die zwölf Strecken nicht wirklich weiter.
Vergleichsweise teure Zusatzinhalte
In "Project CARS GO" werden Ingame-Währung und Fahrzeuge bzw. Fahrzeug-Pakete als In‑App‑Kauf angeboten. Während das kleinste Paket mit Madbucks für 5,49 Euro verkauft wird, bezahlt man für das GL-Ferrari-Paket satte 32,99 Euro. Hier ein kleiner Auszug:
- Bronze-Madbucks 5,49 Euro
- Madbucks-Paket 10,99 Euro
- GL-McLaren-Paket 9,99 Euro
- Gold-Madbucks 16,99 Euro
- GL-Mod-Paket 16,99 Euro
- Silber-Madbucks 10,99 Euro
- GL-Ferrari-Paket 32,99 Euro
- GL-Porsche-Paket 13,99 Euro
- Special package 1 1,09 Euro
- Special package 2 3,49 Euro
Fragwürdiges Nutzertracking
Ein weiterer Minuspunkt von "Project CARS GO" ist der Datenschutz. Im Reiter "App-Datenschutz" im App Store geben die Entwickler an, dass die Benutzer- und die Geräte-ID für weitere Zwecke genutzt wird. Diese sind:
- Nutzer über Apps und Websites anderer Unternehmen hinweg zu verfolgen
- Werbung oder Marketing des Entwicklers
- Drittanbieter-Werbung
- Analyse
- Produktpersonalisierung
Zudem werden die Telefonnummer sowie die E-Mail-Adresse für die "App-Funktionalität" genutzt.
Unser Fazit: "Project CARS GO" verfügt über eine sehr gute Grafik und eine große Auswahl an Fahrzeugen zum Start. Aus unserer Sicht waren das schon die Pluspunkte. Der Datenschutz sowie die teuren In-Apps wiegen auf der anderen Seite deutlich stärker. Die Nutzer im deutschen App Store bewerten die Simulation mit 2,9 von 5 Sternen.




Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apps.

Apple Intelligence China basiert auf Qwen von Alibaba
Ein versehentlich sichtbarer Guide zeigt, wie Apple Intelligence China mit Qwen von Alibaba arbeiten soll und welche Datenschutzrisiken das birgt.

Drei WebKit-Lecks umgehen Proxy und iCloud Private Relay auf iOS und macOS
Drei Schwachstellen in Apples WebKit-Motor können die echte IP-Adresse und DNS-Abfragen von Nutzern preisgeben, die auf Proxy- oder Tor-Verbindungen setzen. VPN-Nutzer bleiben von den Lücken verschont.

Sammelklage wegen Gesichtserkennung in der Fotos-App gegen Apple zugelassen
Ein US-Richter hat die Fortführung einer Sammelklage bestätigt, die Apples Gesichtserkennung in der Fotos-App zum Vorwurf macht. Theoretisch stehen bis zu 32,5 Milliarden Dollar auf dem Spiel, bevor jedoch gezahlt wird, müssen die Kläger den Datenschutzverstoß noch beweisen.

Apple wehrt sich gegen britischen Zwang zur iCloud-Backdoor
Apple hat die britische Regierung vor Gericht gebracht, nachdem London die Integration einer Hintertür in die iCloud gefordert hatte. Der Konzern warnt davor, dass diese Maßnahme die Sicherheit der gesamten Plattform unwiderruflich aushöhlt.

US-Aktivist angeklagt wegen der Nutzung von einem Löschcode an der Grenze
Der Umweltaktivist Samuel Tunick wurde von US-Behörden wegen vorsätzlicher Datenvernichtung angeklagt. Auslöser war die Aktivierung eines Notcodes an der Grenze, der alle Informationen auf seinem Smartphone unwiderruflich löschte.

Falscher Kik-Benutzername: Unschuldiger Kanadier saß 18 Monate zu Unrecht in Haft
Ein einzelner Tippfehler bei einer Polizeianfrage an den Messenger-Dienst Kik führte zur falschen Identifizierung und Verurteilung eines kanadischen Mannes. Erst im Revisionsverfahren wurde der Fehler aufgedeckt und das Urteil aufgehoben.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.