Projekt "Breakout": Apples Weg zum Finanzdienstleister
Bisher bedient sich Apple in Finanzangelegenheiten stets externer Anbieter. Einem aktuellen Gerücht zufolge plant der Konzern nun unter dem Codenamen "Breakout" selbst ins Bankengeschäft einzusteigen.

Erneut ist es das Nachrichtenportal Bloomberg, das von Apples neuesten Plänen erfahren haben will. Zur Abwechslung dreht es sich in der aktuellen Berichterstattung nicht um Hard- und Software im engeren Sinne sondern um Apples Ambitionen verstärkt auf dem Finanzmarkt aufzutreten. In diesem Zusammenhang entwickelt Cupertino augenblicklich neue Technologien und Infrastrukturen, um diverse Leistungen auf dem Gebiet des Finanzsektors anbieten zu können.
Ziel sei es, sich unabhängiger von externen Dienstleistern aufstellen zu können. Bislang werden die Projekte Apple Card und hauseigene Finanzierungsprogramme über Goldman Sachs abgewickelt. Das auf mehrere Jahre ausgerichtete Projekt soll demnach die Segmente Zahlungsverarbeitung, Risikobewertung, Betrugsanalyse, Kreditprüfung sowie zusätzliche Kundendienstfunktionen beinhalten. Als interner Codename wurde die kryptische Bezeichnung "Breakout" auserkoren.
Einstieg ins Bankengeschäft
Dass Apple mit dem Schritt zur eigenen Bank unabhängiger von externen Partners wäre, ist ein Vorteil. Daneben hat Cupertino jedoch auch noch den internationalen Markt im Blick, dessen Potenzial bisher bei Weitem nicht vollends ausgeschöpft ist. Apple Pay ist bisher beispielsweise in 70 Ländern verfügbar, die Apple Card gibt es allerdings nur in den USA. Sobald Apple erstmal im internationalen Zahlungsverkehr Fuß gefasst hat, dürfte sich die Apple Card ähnlich stark verbreiten wie Apple Pay.
Die Ankündigung über Apples Bemühen im Finanzmarkt einzusteigen, hätte auch positive Effekte auf den geplanten Hardware-Abo-Service, über den Nutzer Geräte wie das iPhone durch monatliche Beträge "abonnieren" können. Eine hauseigene Bezahlinfrastruktur würde den Service maßgeblich vereinfachen.
Sämtliche Pläne rund um das Thema Finanzen stecken noch in den Kinderschuhen. Bis Apple in dieser Hinsicht marktreife Lösungen präsentieren kann, wird es noch einige Zeit dauern. Bis dahin wird sich Cupertino weiterhin auf die Zusammenarbeit mit erfahrenen Global Player konzentrieren müssen.
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