Safari-Lesezeichen: Doch keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
Die kürzlich angedeutete Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei der Übertragung von Lesezeichen über die iCloud wird offensichtlich doch nicht kommen. Apple änderte das entsprechende Support-Dokument erneut.

Browser-Lesezeichen eignen sich ideal dazu, Informationen über das Privat- und Arbeitsleben von iPhone-, iPad-, und Mac-Nutzern zu erfahren. Um die Synchronisation zwischen verschiedenen iDevices über den Dienst iCloud so sicher wie möglich gestalten, entschied sich Apple dazu, auch die Bookmarks zukünftig mithilfe eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu übertragen.
Mittlerweile scheint der iPhone-Hersteller jedoch eine Kehrtwende hinzulegen und ändert das entsprechende Support-Dokument erneut.
Hinweise auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
Erst vor kurzem haben wir über die scheinbaren Pläne von Apple berichtet, Lesezeichen im Safari-Browser zum Schutz der Nutzer nur noch per Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu übertragen. Mit diesem Verfahren können weder Dritte noch Apple selbst an die geschützten Informationen gelangen. Der Browserverlauf und die iCloud-Tabs werden bereits auf diesem Weg vor unberechtigten Zugriffen geschützt.
Ausschlaggebend für die damalige Berichterstattung war ein aktualisiertes Support-Dokument auf Englisch mit dem Titel "iCloud Security overview". Dem Dokument zufolge wurden die Bookmarks in die Liste der durch "End-to-end-encryption" gesicherten Daten aufgenommen. Über das Webarchiv lässt sich die Seite noch zum damaligen Zeitpunkt wiederherstellen.
Lesezeichen wieder gestrichen
In der Auflistung verblieben die Lesezeichen ganze zwei Wochen. Am 5. Oktober veröffentlichte Apple ein überarbeitetes Support-Dokument, wonach die Lesezeichen in der Liste der von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht mehr auftauchen. Die aktuelle Fassung könnt ihr hier nachlesen.
Stattdessen befindet sich nun neben dem Browserverlauf und den iCloud-Tabs die mit iOS 15 eingeführten Tab-Gruppen in der Liste der Daten, die einem besonderen Übertragungsschutz unterliegen.
Warum jetzt die Kehrtwende kam, ist nicht bekannt. Da Apple die Aufnahme der Lesezeichen in die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nie kommunizierte, gehen viele von einer versehentlichen Aufnahme aus. Dabei dürften sich viele iCloud-Nutzer darüber einig sein, dass die Erweiterung erneut für ein höheres Datenschutzniveau gesorgt hätte.
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