Siri: Auf iOS 15 verschwinden eine Reihe von Funktionen
Die Nutzung von Siri wird für Drittentwickler auf iOS 15 mächtig eingeschränkt. Vor allem CarPlay wird darunter besonders leiden.

Apple hat den Status von vielen bislang angebotenen "Intent Domains" auf "deprecated" gestellt. Damit gelten diese Funktionen als veraltet und können von Entwicklern in sämtlichen bevorstehenden Betriebssystemen nicht mehr verwendet werden. Außerdem können die Befehle auch in bereits vorhandenen Apps nach dem Update auf iOS 15, macOS 12 Monterey und Co. nicht mehr verwendet werden.
CarPlay am stärksten betroffen
In einem Support-Dokument listet Apple alle wegfallenden Intent Domains und Kommandos auf und weist darauf hin, dass Siri im Falle eines solchen Kommandos mit einer Fehlermeldung antwortet. Anhand der Auflistung wird ersichtlich, dass Drittanbieter von Apps, die mit CarPlay harmonieren, besonders in die Röhre gucken dürfen. Sieben von 22 gestrichenen Funktionen beziehen sich auf die Integration des iPhones mit dem Auto.
So können Nutzer zukünftig die Klimaanlage nicht mehr über Siri steuern. Auch einen bestimmten Audioeingang oder einen Radiosender auszuwählen, ist ab iOS 15 nicht mehr möglich. Außerdem lassen sich Profile nicht mehr aufrufen und die Kontrolle über die Sitzheizung geht über Siri verloren.
Ebenfalls ärgerlich: Siri wird in Zukunft nicht mehr in der Lage sein, einen Fahrdienst wie Uber zu kontaktieren und zu buchen. Auch von der Sprachsuche nach Fotos können sich die Nutzer eines iPhones, iPads usw. verabschieden.
Kein Ersatz in Sicht
Ein Ersatz der gestrichenen Befehle scheint es so schnell nicht zu geben. Apple appelliert an die betroffenen Entwickler, die Hinweise auf die entsprechenden Funktionen aus ihren Beschreibungen zu entfernen. Der Code muss nicht zwingend angepasst werden. Sollte ein Nutzer den Befehl dennoch ausführen wollen, weist Siri darauf hin, dass dieser Befehl nicht unterstützt wird.
Es ist nicht bekannt, weshalb Apple die 22 Intent Domains und Befehle aus SiriKit streicht. Eine offizielle Begründung zu dem Vorgehen liegt bislang nicht vor. Es wird bereits vermutet, dass die Aktion mit Apples Leitbild eines in sich geschlossenen Systems zusammenhängt und Cupertino diese Funktionen zukünftig in hauseigenen Apps zur Verfügung stellt. Dazu gibt es jedoch noch keine gesicherten Aussagen. Somit bleiben zum jetzigen Zeitpunkt erstmal nur enttäuschte Nutzer und Entwickler zurück.
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