Siri mit Offline-Modus: Funktioniert der Sprachassistent bald ohne Internetzugang?
Sprachassistenten wie Siri, Cortana, Alexa, Bixby oder der Google Assistant benötigen für den vollen Funktionsumfang einen Zugang zum Internet. Apple hat jetzt ein Patent angemeldet, das es ermöglicht, Siri offline verfügbar zu machen.

Apple hat seine Spracherkennungssoftware im Oktober 2011 zusammen mit dem iPhone 4s veröffentlicht. Im Lauf der Zeit wurde Siri Bestandteil weiterer Apple-Geräte und schaffte den Sprung auf das iPad, den iPod Touch, die Apple Watch, das Apple TV und den Mac. Der Funktionsumfang des Sprachassistenten hat in den letzten Jahren enorm zugelegt, zuletzt mit der Veröffentlichung von Shortcuts für Siri im September.
Allerdings ist für die Nutzung von Siri stets eine Verbindung zum Internet notwendig - offline verweigert die Spracherkennung ihren Dienst. Selbst einfache Befehle, bei denen Siri eigentlich nicht in der Apple-Datenbank nachschlagen müsste, werden offline nicht ausgeführt: "Stelle einen Wecker auf ..." oder "Sende eine SMS-Nachricht an ..." werden mit der Meldung "Es besteht keine Verbindung zum Internet" quittiert.Neues Patent macht Offline-Modus möglich
Im US Patent & Trademark-Office ist jetzt ein Antrag von Apple angemeldet worden, der die Verwendung von Siri ohne Netzzugang möglich machen soll. Bisher werden alle Suchanfragen anonymisiert an die entsprechenden Apple-Server geleitet, ausgewertet und das Ergebnis auf dem iPhone oder iPad des Nutzers ausgeführt.
Das Auswerten der Siri-Befehle auf einem externen Server hat zwei Vorteile: Zum einen beinhaltet die Apple-Datenbank auf die Siri im Betrieb zugreift eine Menge an Daten und dementsprechend viel Speicherplatz. Zum anderen verfügt ein Server-Rack über eine leistungsfähigere Hardware, was das Deuten eines Siri-Befehls enorm erleichtert.
Die Patentschrift beschreibt nun eine Lösung, die direkt auf dem jeweiligen Endgerät ausgeführt wird. Teile der Datenbank müssten für einen Siri-Offlinemodus direkt in macOS oder iOS gespeichert werden. Bei der Nutzung von Siri könnte das Betriebssystem dann entscheiden, ob für die Auswertung des Befehls der Zugang zum Internet notwendig ist oder ob die Anfrage offline ausgewertet werden kann.
Um die Siri-Suchanfragen im Offline-Modus zu beschleunigen, will Apple spezielle maschinelle Lernmechanismen integrieren. Außerdem soll die Berechnung von Siri-Befehlen im Offline-Modus von der enorm leistungsfähigen Neural Engine der aktuellen A-Prozessoren übernommen werden.





Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apple.

Apple plant massiven Produktstau für den Herbst 2026
Laut Lieferkettenberichten bringt Apple im kommenden Herbst mehr als fünfzehn neue Geräte auf den Markt. Das Spektrum reicht vom ersten faltbaren iPhone bis hin zu vernetzten Smart-Home-Lösungen.

Apple preist Macs und iPads teurer – Analysten bleiben ruhig
Apple hat am 25. Juni 2026 Preiserhöhungen für Teile des Mac- und iPad-Sortiments bekanntgegeben. Die Aktie reagierte mit einem deutlichen Kursverlust von 4,8 Prozent, doch Analysten von Evercore ISI und Wedbush sehen die Maßnahme als notwendigen Schutz der Gewinnmarge.

Apple erhöht deutlich die Preise für fast alle Hardware-Produkte
Apple hat die Preise für nahezu das gesamte Hardwaresortiment angehoben, mit einer bemerkenswerten Ausnahme: Das aktuelle iPhone bleibt verschont. Die Mehrkosten reichen von 30 bis 500 Euro.

Apple hat Entwicklung des iPhone Ultra 2 freigegeben
Apple hat die Projektentwicklung für das zweite klappbare iPhone offiziell freigegeben. Der Marktstart ist für Herbst 2027 geplant, während die Air-Serie noch vom Erfolg des Vorgängers abhängt.

iPhone 18 Pro: Analysten sehen nur moderate Preiserhöhung
Tim Cook hatte vor deutlichen Preissprüngen gewarnt, doch J.P. Morgan dämpft die Ängste: Dank eines eigenen Modems bleibt der Aufschlag für das iPhone 18 Pro moderat.

Bob Iger bestätigt: Apple und Disney diskutierten einst eine Fusion
Ehemaliger Disney-CEO Bob Iger räumt in einem Financial Times-Portrait ein, dass sein Unternehmen einst über eine Zusammenlegung mit Apple verhandelte. Der Deal scheiterte am mangelnden Interesse aus Cupertino.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.