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Spionagevorwürfe: Donald Trump will Geräte von ZTE und Huawei in den USA verbieten

Nachdem "The big Hack" im Oktober bekannt wurde, zieht das Thema jetzt weitere Kreise in der US-Regierung: Die Administration um Präsident Donald Trump will ein Papier verfassen, das den Einsatz von Geräten der Hersteller Huawei und ZTE in den Vereinigten Staaten verbietet.

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AppTickerTeam
31.12.20183 Min. Lesezeit
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Vor Kurzem sorgte in den USA ein vermeintlicher Spionageskandal für Aufregung. Wie man in der Redaktion von Bloomberg herausgefunden haben wollte, wurden in verschiedenen Netzwerkgeräten und Server-Hardware namhafter großer US-Unternehmen angeblich chinesische Wanzen entdeckt. Die kompromittierte Technik stammte dabei ausschließlich von der Firma Super Micro Computer, die laut Bloomberg mit dem chinesischen Militär zusammengearbeitet hat, um Daten von US-Größen wie Amazon oder auch Apple abzuschöpfen. Mit Wanzen gespickte Server-Mainboards sollen zum Beispiel in iCloud-Rechenzentren platziert worden sein.

Wie man in der Nachrichtenagentur Reuters jetzt erfahren haben will, hat die US-Regierung mittlerweile noch weitere Firmen auf die Liste der Verdächtigen gesetzt: Neben Super Micro Computer sollen auch Huawei und ZTE spezielle Technik einsetzen, mit der Amerikaner ausspioniert werden. Dies passiert laut der Meldung wie im Fall von Super Micro Computer ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Militär.

Verbot von Huawei & ZTE droht für 2019

Reuters schreibt weiter, dass die US-Regierung bereits ein Dekret ausgearbeitet hat, das den Einsatz von Hardware bestimmter Hersteller in den USA verbieten soll. In dem Text werden zwar keine expliziten Namen von betroffenen ausländischen Firmen aufgeführt. Dass ZTE und Huawei auf der Liste stehen, hat man bei Reuters von drei gut informierten Quellen erfahren.

Tritt das Verbot für Netzwerk- und Telekommunikationsgeräte der beiden chinesischen Unternehmen in Kraft, müssten Komponenten von zahlreichen Anlagen in den USA ausgetauscht werden. Die Kosten für den Tausch würden sich ersten Schätzungen zufolge auf über 1 Milliarde US-Dollar belaufen. Die Präsidentenanweisung ist noch nicht offiziell und auch noch nicht fertig ausformuliert, die neue Regelung könnte aber nach Einschätzung von Reuters bereits im Januar 2019 zum Einsatz kommen. Um die Anweisung umzusetzen, soll nationaler Notstand ausgerufen werden.

Zu der von Bloomberg "aufgedeckten" Spionageaktion "The big Hack" hat Apple letzte Woche erneut eine Stellungnahme abgegeben. Man hat „sämtliche Server-Hardware überprüft, jeden Chip, jedes Mainboard" - es wurden keine kompromittierten Geräte entdeckt. Apple wies die Anschuldigungen von Bloomberg wiederholt zurück und forderte eine Rücknahme der Story.

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