Twitch: Cyber-Angreifer erbeuten sämtliche Auszahlungsdaten seit 2019
Die beliebte Streaming-Plattform Twitch wurde Ziel eines Hacker-Angriffes, bei dem Daten in ungewohnter Größenordnung gestohlen wurden.

Die Plattform Twitch richtet sich speziell an Video- und E-Sport-Interessierte. Millionen von meist sehr jungen Nutzern verfolgen hier ihre Idole an der Konsole und sorgen aufgrund der dadurch entstandenen Reichweite der Plattform für hohe Umsätze bei den Streamern. Der beliebte Streaming-Dienst ist jetzt Opfer eines groß angelegten Datendiebstahls geworden.
Bei dem digitalen Einbruch konnte ersten Berichten zufolge alles gestohlen werden, was sich die Betreiber nur ausmalen können. Neben dem kompletten Quellcode für die Plattform und alle Apps konnten außerdem jegliche Auszahlungsdaten seit dem Jahr 2019 abgegriffen werden. Außerdem wurde die Kommentar-Historie seit Inbetriebnahme, interne Sicherheitsmechanismen, diverse Software Development Kits und ein bisher nicht veröffentlichter Steam-Konkurrent abgegriffen.
Nutzer der Plattform werden zudem dazu aufgefordert, ihre Passwörter zu aktualisieren.
9,6 Millionen Dollar für den erfolgreichsten Streamer
Vor allem die Auflistungen der Auszahlungen der vergangenen drei Jahre sind für eine breite Masse interessant. So soll der Bestverdiener auf Twitch seit 2019 9,6 Millionen US-Dollar erhalten haben. Einige der genannten Streamer haben die Echtheit der Zahlen bereits bestätigt. MontanaBlack ist der bekannteste Streamer hierzulande und erscheint ebenfalls in der Auflistung. Zu der Veröffentlichung hat sich der 33jährige bisher nicht geäußert.
Die hinter dem Angriff steckende Person will mit der Aktion für mehr Wettbewerb im Online-Streaming sorgen und bezeichnet die Twitch-Community als "unappetitliche, giftige Jauchegrube".
Der Unternehmensgigant Amazon hat bereits im Jahr 2014 das Potenzial von Twitch erkannt und die Plattform für 970 Millionen Euro gekauft. Seitdem entwickelte sich die Plattform stetig weiter und konnte eigenen Angaben zufolge im vergangenen Jahr durchschnittlich 30 Millionen Nutzer täglich verzeichnen.


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