Urheberabgaben machen iPhones und iPads teurer in Deutschland
Smartphones und Tablets sind ab diesem Jahr in Deutschland etwas teurer geworden. Grund ist die Urheberabgabe, die Anfang Dezember beschlossen wurde, wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) berichtet. Damit wird jetzt für Hersteller und Importeure eine pauschale Gebühr von 6,25 Euro pro Smartphone und 8,75 Euro pro Tablet fällig.
Das bedeutet nun, dass das iPhone 6s mit 16 GB nicht mehr 739 Euro sondern 744,95 Euro kostet. Das iPhone 6s Plus 16 GB 854,96 Euro, das iPad Air 2 mit 16 GB 497,32 Euro und das iPad Pro 907,32 Euro in der Basiversion mit 32 GB Speicherplatz. Das entspricht einer Preiserhöhung von 5,95 Euro bei den iPhones und 8,33 Euro bei den iPads, also etwas niedriger als die fällige neue Gebühr.
Diese Verträge gelten dabei rückwirkend ab dem Jahr 2008 für Smartphones, ab 2012 für Tablets und laufen bis Ende 2018. Bitkom schätzt dabei, dass den Verwertungsgesellschaften dadurch zusätzliche Einnahmen in Höhe von rund 170 Millionen Euro bekommen werden. Ursprünglich hatten diese sogar 36 Euro für Mobiltelefone und 15 Euro für Tablets gefordert.
Urheberrechtliche Abgaben auf bestimmte Geräte und Datenträger sind dabei nichts Neues. Diese Pauschalabgaben werden seit Längerem auch für Computer, MP3-Player, Kopierer, Drucker sowie auf Speichermedien wie USB-Sticks und CD-Rohlinge fällig. Damit soll das legale Kopieren von urheberrechtlich geschützten Inhalten wie Musik, Film, Foto und Text für den privaten Verbrauch abgegolten werden.
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