US-Senatorin: Apple behindert den freien Wettbewerb
Die drei Internet- und Technologieunternehmen Apple, Google und Amazon sind derzeit Kritik ausgesetzt, die im Zusammenhang mit dem freien Wettbewerb oder genauer gesagt der Einschränkung davon steht. Die US-Senatorin des Bundesstaates Massachusetts, Elizabeth Warren, wirft den Unternehmen nämlich die Ausnutzung ihrer monopolartigen Struktur zu Ungunsten von Mitbewerbern vor, wie Recode berichtet.
So war Warren Teilnehmerin der Open Markets Veranstaltung und äußerte sich auf dieser gegen die immer größere Konzentration auf dem Technologiesektor. Zwar haben Unternehmen wie Apple, Google und Amazon ihren Erfolg mitsamt den Gewinnen verdient, aber der freie Wettbewerb muss erhalten bleiben und das betrifft auch speziell kleinere und neue Mitspieler, die ebenfalls eine Chance haben müssen.
Ein Negativbeispiel ist hier laut Warren Apple mit seinen Richtlinien für den App Store, die Mitbewerber benachteiligen, wenn es um Musikstreaming geht. So müssen diese infolge der Richtlinien eine Gebühr an Apple in Höhe von 30% abgeben, welche die Mitbewerber dann an die Kunden weitergeben. Gleichzeitig dürfen sie aber innerhalb der App nicht auf das billigere und eigentlich normale Angebot außerhalb des App Stores aufmerksam machen.
Einer der betroffenen Mitbewerber von Apple Music ist hier natürlich der derzeitige Marktführer Spotify aus Schweden, der sein Musikstreaming-Abo innerhalb der iOS-App für knapp 13 Dollar anbieten muss, während es eigentlich normalerweise 10 Dollar kostet. Auch bei der Systemintegration wie dem Sperrbildschirm und Siri wird Spotify benachteiligt, wie der Pressesprecher von Spotify, Jonathan Prince, angibt.
Jedoch muss man hierzu sagen, dass sich Apple bei beiden Punkten etwas bessert. So müssen Anbieter von Abos ab dem zweiten Abojahr nur noch 15% an Apple abtreten, was sowohl für die Anbieter als auch Abonnenten eine kleine Erleichterung ist. Was die Systemintegration angeht, so wird diese mit iOS 10 speziell bezüglich Siri besser, da der Sprachassistent nun eine Schnittstelle für Drittanbieter-Apps bekommt.
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