Verkaufsverbot ausgehebelt: Apple verkauft ab sofort modifizierte iPhone 7 & iPhone 8
Aufgrund einer Klage von Qualcomm durfte Apple die iPhones 7 und 8 in Deutschland nicht mehr verkaufen. Nach fast sechs Wochen können die Smartphones seit heute hierzulande mit einer kleinen Modifikation wieder gekauft werden.
Kurz vor Weihnachten entschied das Landgericht München in erster Instanz, dass Apple das iPhone 7, 8 und das iPhone X nicht mehr in Deutschland verkaufen darf. Kläger war der Halbleiterhersteller Qualcomm der vor Gericht angab, Apple würde mit den LTE-Chips von Intel, wie sie in den benannten iPhones zum Einsatz kamen, gegen Patente des Herstellers verstoßen.
Nachdem Qualcomm eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1,34 Milliarden Euro (zwei Verfahren zu je 668,4 Millionen Euro) hinterlegt hat, wurde das Urteil rechtskräftig und die iPhones 7 und 8 mussten am 4. Januar aus den Regalen der Apple Stores und von der Webseite verschwinden. Das Verkaufsverbot galt auch für Drittanbieter wie zum Beispiel Elektronik-Fachmärkte, diese verkauften besagte iPhones allerdings munter weiter.Vor genau einer Woche haben wir berichtet, dass Apple mit modifizierten iPhones die bisher verkauften Modelle ablösen würde. Das ist zum heutigen Tag geschehen: Auf der Webseite von Apple wird das iPhone 7 und das iPhone 8 wieder regulär verkauft. Auch in den Apple Stores sind die Geräte, wenn auch in eingeschränktem Umfang, wieder erhältlich.
Das Kuriose an den modifizierten iPhones ist, dass die LTE-Chips von Intel durch regelkonforme Modems von Qualcomm ersetzt wurden. Die ursprünglichen Intel-Chips enthielten Komponenten des Herstellers Qorvo, welche wiederum als Auslöser für die Patentstreitigkeiten galten, da sie u. a. gegen eine Stromspartechnik, für die Qualcomm das Patent hält, verstießen.
Auf seiner Webseite verkauft Apple das iPhone 7 und 7 Plus in den Farben Schwarz, Silber, Gold und Roségold mit jeweils 32 oder 128 Gigabyte Speicher ab 519 Euro. Das iPhone 8 und 8 Plus gibt es in Silber, Space Grau und Gold mit 64 und 256 Gigabyte Speicher ab 679 Euro.
Passend zum Thema:
- Wegen Verkaufsverbot in Deutschland: Apple verkauft angeblich bald modifizierte iPhone 7 & 8
- Weiterverkauf des iPhone 7 & 8 in Deutschland: Qualcomm fordert Geldbuße für Apple
- Niederlage für Qualcomm: Landgericht Mannheim weist neue Klage gegen Apple ab
- Qualcomm will Verkauf des iPhone XR & XS in China verbieten lassen
- iPhone-Verkaufsverbot in Deutschland - Qualcomm setzt sich im Landgericht München durch
- Verkaufsverbot für iPhone 7, 8 & X: Apple nimmt betroffene iPhones vom Markt
- Nach einstweiliger Verfügung gegen Apple: Qualcomm bringt Klage beim Münchner Landgericht ins Stocken










Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Smartphone.

Apple plant massiven Produktstau für den Herbst 2026
Laut Lieferkettenberichten bringt Apple im kommenden Herbst mehr als fünfzehn neue Geräte auf den Markt. Das Spektrum reicht vom ersten faltbaren iPhone bis hin zu vernetzten Smart-Home-Lösungen.

Apple preist Macs und iPads teurer – Analysten bleiben ruhig
Apple hat am 25. Juni 2026 Preiserhöhungen für Teile des Mac- und iPad-Sortiments bekanntgegeben. Die Aktie reagierte mit einem deutlichen Kursverlust von 4,8 Prozent, doch Analysten von Evercore ISI und Wedbush sehen die Maßnahme als notwendigen Schutz der Gewinnmarge.

Apple erhöht deutlich die Preise für fast alle Hardware-Produkte
Apple hat die Preise für nahezu das gesamte Hardwaresortiment angehoben, mit einer bemerkenswerten Ausnahme: Das aktuelle iPhone bleibt verschont. Die Mehrkosten reichen von 30 bis 500 Euro.

Apple hat Entwicklung des iPhone Ultra 2 freigegeben
Apple hat die Projektentwicklung für das zweite klappbare iPhone offiziell freigegeben. Der Marktstart ist für Herbst 2027 geplant, während die Air-Serie noch vom Erfolg des Vorgängers abhängt.

iPhone 18 Pro: Analysten sehen nur moderate Preiserhöhung
Tim Cook hatte vor deutlichen Preissprüngen gewarnt, doch J.P. Morgan dämpft die Ängste: Dank eines eigenen Modems bleibt der Aufschlag für das iPhone 18 Pro moderat.

Bob Iger bestätigt: Apple und Disney diskutierten einst eine Fusion
Ehemaliger Disney-CEO Bob Iger räumt in einem Financial Times-Portrait ein, dass sein Unternehmen einst über eine Zusammenlegung mit Apple verhandelte. Der Deal scheiterte am mangelnden Interesse aus Cupertino.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.