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Weg von Qualcomm & Intel: Apple plant die Produktion von eigenen 5G-Modems

Im Moment bezieht Apple die Modems für seine iPhones und iPads von Drittanbietern wie Intel oder Qualcomm. Einer aktuellen Reuters-Meldung kann man entnehmen, dass der iPhone-Hersteller in Zukunft auf eigene Chips setzen wird.
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AppTickerTeam
08.02.20192 Min. Lesezeit
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Im Januar gab es Spekulationen, dass Apple ab 2020 in seinen iPhones und iPads 5G-Modems von Qualcomm verbauen würde. Die Prognose kam vom renommierten Finanzunternehmen Barclays und wurde mit der besseren Leistung im Vergleich zu Intel-Chips begründet. Da Apple schon seit geraumer Zeit mit Qualcomm in Rechtsstreitigkeiten verwickelt ist, war die Einschätzung natürlich sehr gewagt - zu groß ist aktuell die Kluft zwischen Apple und dem Halbleiterhersteller aus San Diego.

Bei Reuters kann man jetzt lesen, Apple hat zum Jahresbeginn einige Teams die für die Entwicklung von Hardware, speziell von Mobilfunkchips, umstrukturiert. Bisher forschte man bei Apple unter der Führung von Rubén Caballero an einem eigenen Team im kleinen Kreis an iPhone-Modems. Besagtes Team wurde jetzt in die allgemeine Chip-Entwicklung integriert und untersteht jetzt dem Computeringenieur Johny Srouji. Srouji begleitet im iPhone-Konzern die Position des Senior Vice President für Hardwaretechnologien. Dass er ein ausgeprägtes Talent für die Entwicklung von Computerchips besitzt, zeigt der Erfolg des Apple-A-Prozessors: Bei der Gestaltung des Apple A4 System-on-a-Chip hatte Srouji die Leitung.

Die Herstellung von eigenen 5G-Chips gilt unter den momentanen Bedingungen als sehr wahrscheinlich. Wie bereits erwähnt, ist der Einsatz von Qualcomm-Modems praktisch ausgeschlossen. Neben den Gerichtsverfahren der beiden Unternehmen, die in vielen Ländern geführt werden, erachtet Apple die Lizenzgebühren Qualcomms als zu hoch. Mit Intel verbindet Apple zwar zum Beispiel durch die Core-i-Serie im Mac eine langjährige Partnerschaft, die Qualität der Mobilfunk-Modems entspricht allerdings nicht den Anforderungen. Neben Schwächen bei der Performance bieten Intel-Modems auch nicht den vollen Frequenzumfang.

Reuters schreibt, Srouji leitet die Entwicklung der hauseigenen Chips schon seit Anfang Januar. Vor 2021 sei aber nicht mit der Serienreife und fertigen Produkten zu rechnen.

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