Wegen Regalhüter iPhone 12 mini - Samsung soll Entschädigung von Apple erhalten
Das iPhone 12 mini stößt bislang auf wenig Begeisterung bei den Kunden und bleibt mit den Verkaufszahlen weit hinter den Erwartungen. Da Apple die Displays für die kleine iPhone 12 Variante von Samsung bezieht, wird bereits jetzt über eine mögliche Entschädigung der Südkoreaner spekuliert.

Ein technisches Produkt, wie zum Beispiel ein Smartphone, besteht aus vielen verschiedenen Komponenten. Und auch wenn es ein Unternehmen nicht gerne zugibt, so ist es kaum einem Unternehmen möglich, sämtliche Bauteile seines Produktes in Eigenregie zu entwickeln und zu produzieren. Wenn dann auch noch einer der größten Konkurrenten gleichzeitig die Rolle eines Zulieferers einnimmt, hängt man die Tatsache erst recht nicht gerne an die große Glocke.
Bei vielen Produkten aus dem Hause Apple nimmt der große Erzrivale Samsung eine bedeutende Rolle ein - nämlich in Sachen Display. So wurde bereits das iPhone X im Jahr 2018 mit einem OLED-Display von Samsung versehen. Die anschließenden Versuche andere Zulieferer, wie z. B. LG, einzubinden, scheiterten. Aus diesem Grund war Apple auch bei der Produktion der 12er Reihe erneut von Samsung abhängig. Anhand der von Apple prognostizierten Verkaufszahlen der einzelnen Geräte werden bei den jeweiligen Zulieferern bestimmte Mengen bestellt. Je erfolgreicher sich ein iPhone also verkaufen lässt, desto mehr profitiert auch Samsung davon.
Apple hat sich bei den Verkaufszahlen des iPhone 12 mini jedoch offensichtlich verschätzt und daher eine zu große Menge beim Displayhersteller in Auftrag gegeben. Den Zahlen des Marktforschungsunternehmen Omnia zu Folge, hat Samsung im Januar lediglich 45 Mio OLED-Bildschirme ausgeliefert. Der Rückgang in Höhe von 9 Prozent ist Insidern nach auf den Misserfolg des iPhone 12 mini zurückzuführen.
Bezahlt Apple für die schlechten Verkaufszahlen in zweifacher Hinsicht?
Als die schwachen Verkaufszahlen des iPhone X bekannt wurden und Apple die Produktion entsprechend drosselte, blieb Samsung auf den bestellten Bauteilen sitzen. Im Jahr 2019 forderte Samsung bereits eine Vertragsstrafe in Höhe mehrerer hundert Millionen Euro. Wie viel Geld am Ende tatsächlich auf das Konto der Koreaner floss, ist nicht belegt.
Fakt ist, dass ein ähnliches Szenario nun auch beim iPhone 12 mini drohen könnte. Die Planungen am iPhone 13 mini sollen unterdessen unbeirrt weiter vorangetrieben werden.
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