Verkaufsverbot der Apple Watch Series 9 & Ultra 2 bleibt bestehen, Kläger äußert sich
Das drohende Verkaufsverbot der Apple Watch Series 9 und Ultra 2 in den USA tritt wie geplant in Kraft. Währenddessen hat der Kläger Masimo zu der Angelegenheit Stellung genommen.

Mitte der Woche wurde bekannt, dass Apple die Verkäufe der Apple Watch Series 9 und der Ultra 2 in den Vereinigten Staaten auf unbestimmte Zeit aussetzen wird. Die beiden Uhren werden in den USA mittlerweile nicht mehr zum Verkauf angeboten. Cupertino will damit einem geplanten Verkaufsverbot der dortigen Handelskommission ITC vorgreifen und selber die Reißleine ziehen (wir berichteten).
Grund der Maßnahme ist eine Klage des Medizinunternehmens Masimo. Dieses hat in den USA eine Klage angestrebt, da Apple angeblich deren Patenten verletzt. Die ITC hat nun angekündigt, das anstehende Verkaufsverbot wie geplant umzusetzen, unabhängig davon, ob Apple den Verlauf vorher einstellt. Bis zum ersten Weihnachtsfeiertag kann Apple lediglich vom US-Präsidenten gerettet werden, der zu dem Vorgang noch sein Veto einlegen könnte.
Kein Kontakt zu Apple – seit Jahren!
Mittlerweile gibt es von Masimo ein Statement. Wie der Masimo-CEO Joe Kiani gegenüber Bloomberg mitteilt, gibt es schon seit vielen Jahren, genauer gesagt seit 2013, keinen Kontakt mehr zu Apple. Dieser wurde laut Kiani zwar immer wieder gesucht, man stieß jedoch auf taube Ohren. Apple habe die Angelegenheit ignoriert, was nun zu dem anstehenden Verkaufsverbot geführt hat.
Laut dem CEO gab es mehrere Versuche, die Sache außergerichtlich zu regeln. Apple will jetzt für die Series 9 und die Ultra 2 ein Software-Update veröffentlichen. Das soll den Blutsauerstoffgehalt über einen speziellen Algorithmus erfassen. Darum geht es Kiani aber nicht. Er sagt, dass es keinen Unterschied macht, wie die Uhren künftig die Werte ermitteln. Das ändert nichts an der Tatsache, dass die in den Smartwatches verbaute Hardware Patente von Masimo verletzt.
Apple wird in den USA also vorerst keine Apple Watch Series 9 und Ultra 2 mehr verkaufen. Ob das Verkaufsverbot irgendwann auf weitere Länder ausgedehnt wird, ist nicht bekannt.
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